Sorgsam mit Licht umgehen - Sternennächte erleben!

Die Tiroler Umweltanwaltschaft bringt mit SKYSCAPE die Erkenntnisse aus dem Projekt „Helle Not“ in die Praxis.

 

Programm: KP Interreg Italien-Österreich 2014-2020

Projektlaufzeit: 01.01.2020 - 31.12.2021

Projektpartner:Gemeinde Asiago (Lead), Gemeinde Talmassons, Gemeinde Karneid

Kontakt: Stefanie Pontasch, PhD (0043 680 2078728, s.pontasch@dont-want-spam.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at)

 

Das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 geförderte Projekt SKYSCAPE wird von der Tiroler Umweltanwaltschaft gemeinsam mit der Gemeinde Asiago (Venetien; Lead-Partner), der Gemeinde Talmassons (Friaul Julisch-Venetien) und der Gemeinde Karneid (Trentino-Südtirol) umgesetzt.

 

Hintergrund

Durch zeitlich unbegrenzte und oftmals übermäßige Verwendung von Kunstlicht, insbesondere in den Städten, ist der ungestörte Blick in den Sternenhimmel und das Erleben intakter Nachtlandschaften selten geworden. 99% der Europäer leben in mehr oder weniger lichtverschmutzten Gebieten, in denen der Nachthimmel durch ungenutztes oder nach oben gerichtetes Kunstlicht erhellt wird.

Einige Gebiete in Tirol und Italien sind aufgrund ihrer Topografie und geringen Siedlungsdichte von Lichtverschmutzung noch relativ wenig betroffen. Hier leben Menschen, Tiere und Pflanzen einen weitgehend ungestörten Tag-Nacht-Rhythmus; hier erhalten Besucher die bereichernde Möglichkeit, mit der natürlichen Dunkelheit und nächtlichen Phänomenen in Kontakt zu treten.

 

Projektziele

SKYSCAPE setzt sich zum Ziel,

  • den dunklen, ungestörten Nachthimmel zu schützen und zu fördern,

  •  auf den Wert eines dunklen Nachthimmels für Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen, Tieren und Pflanzen aufmerksam zu machen und

  • in ausgewählten, dunklen Gebieten innovative touristische Produkte zu schaffen, die mit der Beobachtung des Nachthimmels und der Begegnung mit der Dunkelheit verbunden sind.

 

Maßnahmen

  • Sensibilisierung zur Reduktion von Lichtverschmutzung

  • Begleitung und Beratung bei der Umsetzung von ausgewählten Maßnahmen zur Verringerung der Lichtverschmutzung (Best Practice Beispiele)

  • Entwicklung und Umsetzung neuer touristischer Produkte in ausgewählten Gebieten, die mit der Beobachtung des Nachthimmels und dem Erleben der intakten, ungestörten Nachtlandschaft verbunden sind.

  • Bekanntmachung der neuen Produkte durch öffentliche Veranstaltungen, Pressereisen und überregionale Kommunikationsstrategien.

 

Erwartete Ergebnisse

Die neuen Angebote, die zur intensiven Begegnung mit der weitgehend intakten Nachtlandschaft einladen, ziehen Besucher an, die Naturbelassenheit schätzen. Dadurch wird der Tages- und Nächtigungstourismus gestärkt, bestehende Infrastrukturen und Betriebe gefördert.

Durch Schutz und Förderung der nächtlichen Landschaften wird ein Beitrag geleistet zur Verbesserung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Lebensqualität für Ökosystem, Tiere, Pflanzen und Menschen.

 

 

Letzte News

Fahr- und Sicherheitstraining bei der Bodenalm, Seefeld i.T.

20.07.2020

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft sollten...

mehr >>

Erweiterung der Beschneiungsanlage am Stubaier Gletscher, Neustift im Stubaital

06.07.2020

Für die Tiroler Umweltanwaltschaft ist die Erweiterung der...

mehr >>

Forststraße Riederberg, Ladis

26.06.2020

Die Forststrasse soll einen naturkundlich wertvollen Hangwaldbereich...

mehr >>

Positionspapier: Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen

17.06.2020

Viele Kunstrasenplätze werden nach wie vor mit Kunststoffgranulat...

mehr >>

Positionspapier: Verwendung von Kraftfahrzeugen außerhalb von Verkehrsflächen

22.05.2020

Immer wieder wird im Rahmen von naturschutzrechtlichen Verfahren die...

mehr >>

Wasserkraftwerk Tumpen-Habichen, Umhausen

08.04.2020

Für die Tiroler Umweltanwaltschaft widerspricht das geplante Vorhaben...

mehr >>