Tagpfauenauge auf Echte Betonie (C) Eva Hengsberger

Bürger:innen-Biotope

Wir stärken und gestalten gemeinsam wertvolle Lebensräume in ausgewählten Gemeinden Tirols. Bürger:innen Biotope sind Mitmachorte. Hier planen, gestalten und pflegen wir in der Gemeinschaft naturkundliche Kostbarkeiten.

Das Projekt Bürger:innen-Biotope ist ein neuer Ansatz zur gemeinschaftlichen Stärkung und Bewahrung gefährdeter Pflanzenarten in Tirol. Unter der Leitung der Tiroler Umweltanwaltschaft sind in Zusammenarbeit mit regionalen Umsetzungspartner*innen sowie mit fachlicher Unterstützung der Naturwissenschaftlichen Sammlung der Tiroler Landesmuseen im Zeitraum 2023 bis 2025 bereits 38 artenreiche Biotope in sechs Regionen entstanden. Nun geht das Projekt in die nächste Runde und weitere regionstypische Wiesenlebensräume sollen bis 2028 erblühen.

Im Fokus stehen der Erhalt und die Nachzucht von gefährdeten oder rückläufigen Pflanzenarten aus regionalem Saatgut sowie die Förderung der Artenvielfalt im Siedlungsraum. Bürger*innen wirken dabei aktiv an der Planung, Anlage und Pflege der Biotope mit. Sie tragen so direkt und gemeinschaftlich zur Erhaltung der Biodiversität vor der eigenen Haustüre bei.

Aktuell wird das Projekt Bürger:innen-Biotope vom Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

 

Bürger:innen-Biotope 2026 – 2028

Mach mit!

Deine Ideen und Tatkraft sind gefragt, um unsere Bürger:innen-Biotope lebendig und vielfältig zu gestalten und erhalten.

Gemeinden Stanzertal:

Informationsveranstaltung am 22. April 2026, 19:30 Uhr im Gemeindesaal Pettneu am Arlberg

Gemeinde Sistrans:

Informationsveranstaltung am 30. April 2026, 19:30 Uhr im Saal unterDORF in Sistrans

Bürger:innen-Biotope 2023 – 2025

Das Pilotprojekt „Bürger:innen Biotope – Trittsteine für gefährdete Arten“ 2023-2025  wurde durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

Bürger:innen Biotope wird von der CEC-IUCN (der Kommission für Bildung und Kommunikation der Weltnaturschutzunion IUCN) als „Nature-based Education“ anerkannt.

Projektlaufzeit: Bis 30.11.2025

Projektpartner:

Tiroler Landesmuseen, MPreis

In Umsetzung mit:

Partizipation Tirol,  AGORA European Green Deal

 

Hintergrund

Wusstest Du, dass Blumenwiesen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind? Etwa ein Drittel der Blütenpflanzen sind auf Wiesen zu finden. Im Durchschnitt profitieren etwa 10 Tierarten von jeder Pflanzenart. Somit zählen Blumenwiesen zu den Hotspots der Biodiversität!

In Tirol sind kostbare Wiesenschätze noch vorhanden. Naturbesonderheiten vor unserer Haustüre warten auf Erkundung. Sechs Regionen Tirols wurden ausgewählt, um mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union die Biodiversität zu stärken. Miteinander.

Projektziele

  • Erkundung der Naturschätze vor unserer Haustüre.
  • Stärkung und Gestaltung wertvoller Lebensräume.
  • Sicherung der Lebensqualität in der Gemeinde.
  • Stärkung und Verbreitung seltener Pflanzenarten

Ergebnisse

  • 6 Bündnisse aus Bürger:innen, Natur- und Sozialwissenschaftler:innen, Vertreter:innen der Gemeinden, Wirtschaft und Landwirtschaft waren über viele Monate hinweg in den Regionen Stanzertal, Oberes Gericht, Leutasch, Hall in Tirol/Absam/Thaur, Stadtgemeinde Kufstein und Pillerseetal ehrenamtlich in der lokalen Biodiversitätsförderung aktiv.
  • 38 Bürger:innen Biotope im Ausmaß von 2.2 Hektar Fläche — umgerechnet etwa drei Fussballfeldern — haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Projektzeitraum 2023-25 geschaffen.
  • 88 heimische Pflanzenarten haben die Teilnehmenden auf 26 Hektar „Spenderflächen“ gesammelt und weiter ausgebracht – davon 27 Arten, die gemäß den Kriterien der IUCN auf der Roten Liste Österreichs stehen. Die Teilnehmenden haben zudem zahlreiche Neophyten entfernt.
  • Über 1.250 Beobachtungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürger:innen Biotope in der digitalen Naturbestimmungs-Plattform und App „iNaturalist“ eingegeben.
  • Setzlinge bzw. Pflanzen haben die Allianzen gepflegt und teils sogar selbst gezogen.

Aktuelles

 

Kontakt

Stefanie Pontasch, PhD

E-Mail: s.pontasch@tirol.gv.at

Telefon:+43/512/508 3486

Alexander Kiessling, MSc

E-Mail: a.kiessling@tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at

Telefon: +43/512/508 3492

Mag. Greta Lukasser

E-Mail: g.lukasser@tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at

Telefon: +43/512/508 3492

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