Piz Val Gronda - Schitechnische Erschließung einer naturkundlichen und geologischen Rarität

Die schitechnische Erschließung des Piz Val Gronda beschäftigte die zuständigen Behörden, die Tiroler Umweltanwaltschaft sowie die verschiedensten Interessensvertretungen und NGO´s bereits seit Jahrzehnten.
Nunmehr ist das behördliche Ermittlungsverfahren beendet und wurde das Vorhaben mit Bescheid vom 19.09.2012 von der Tiroler Landesregierung bewilligt.

Zum Projekt:
Geplant ist die schitechnische Erschließung des Piz Val Gronda (2.812 müA) südwestlich des bestehenden Schigebietes Ischgl durch eine Pendelbahn und einer Schipiste "Vesil". Damit soll der obere Bereich des Vesiltales schitechnisch erschlossen werden und werden sich in Zukunft die Einhänge des Piz Val Gronda in das westlich gelegene Fimbatal für Variantenfahrer anbieten. Diese Befürchtung wird duch aktuelle Aussagen leider bestätigt.
Das geplante Vorhaben liegt weitab der ehemaligen Schigebietsgrenzen und wird zu einer technischen Erschließung eines neuen großen Talausschnittes (Geländekammer des hinteren Vesiltales) führen.

Vor allem aufgrund der für den Ostalpenraum einzigartigen Geologie und der darauf aufbauenden, enormen botanischen Vielfalt sprach sich die Tiroler Umweltanwaltschaft klar und eindeutig gegen eine naturschutzrechtliche Bewilligung des Erschließungsprojektes aus.

Die schlussendliche Bewilligung der Tiroler Landesregierung negiert die einstige Forderung der Umweltanwaltschaft zur Gänze, nämlich dieses naturkundliche Juwel Tirols für künftige Generationen dauerhaft und in seiner derzeitigen Art- und Landschaftsausstattung zu bewahren. 

Nun wird sich im Zuge der Bauausführung zeigen, ob die mehrmals und ausführlich dargelegten Bedenken der Umweltanwaltschaft berechtigt sind.

Abschließende Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 07.09.2012

Weiterführende Information: 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 30.09.2010

Botanisches Gutachten der Universität Wien vom Juli 2009 zur alten Projektvariante (pdf; 7,5 MB)


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