STARLIGHT Erasmus+

Touristische Kompetenzen und Anerkennung der Bedeutung des natürlichen Nachthimmels

 

Obwohl Europa nach wie vor das Reiseziel Nr. 1 in der Welt ist, sieht sich der europäische Tourismus mit vielen Herausforderungen konfrontiert, angefangen bei der Notwendigkeit zu ständigen Innovationen bis hin zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Der Sektor muss sich zudem schnell an die digitale Revolution anpassen und neue attraktive Produkte entwickeln, die für die lokalen Gemeinschaften und die Umwelt nachhaltig sind. Das bedeutet, dass neue Fähigkeiten, Kompetenzen und Kenntnisse erforderlich sein werden, sowohl für junge Fachkräfte als auch für erfahrene Akteure.

Lichtverschmutzung wiederum ist ein Umweltproblem, das die Ökosysteme, die Artenvielfalt und das natürliche Lebensverhalten beeinträchtigt. Intensive Beleuchtung verändern nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus der Menschen, sondern haben auch Einfluss auf die Lebensbedingungen vieler Tier- und Pflanzenarten. Der ungestörte Blick in den Nachthimmel und das Erlebnis einer intakten Nachtlandschaft sind durch den unbegrenzten und oft übermäßigen Einsatz von künstlichem Licht im Freien selten geworden.

 

Projektziele

Das STARLIGHT-Projekt zielt darauf ab, die Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Europäer mit einer Ausbildung im Tourismusbereich zu verbessern und bereits aktive Tourismusanbieter weiterzubilden. Dabei sollen innovative Sektoren im Einklang mit Markttrends identifiziert werden – konkret steht die Förderung des natürlichen Nachthimmels als Wettbewerbsvorteil für einen nachhaltigen und erlebnisorientierten Tourismus im Zentrum des Projekts.

In einem breiteren Kontext erhöht das Projekt das Bewusstsein für die Bedeutung der Verringerung der Lichtverschmutzung und der Wiederentdeckung des natürlichen Nachthimmels bei Tourismusanbietern, bei öffentlichen Behörden und in der breiten Öffentlichkeit.

 

 

Maßnahmen

Das Projekt vereint Einrichtungen aus sechs europäischen Ländern (Österreich, Bulgarien, Deutschland, Italien, Slowenien und Spanien), diese bringen Kompetenzen aus Astronomie, Naturschutz von Bergregionen, Kulturerbe, lokaler Entwicklung und nachhaltigem Tourismus zusammen.

Um die Projektziele zu erreichen, werden in einem multidisziplinären Ansatz die folgenden Maßnahmen durchgeführt:

  • Entwicklung eines Toolkits für Schulungsmaterial, das heruntergeladen werden kann und leicht zu lesen ist.
  • Basierend auf dem Toolkit werden Webinare entwickelt, die aufgezeichnet und bearbeitet werden und dann als Online-Lektion bereitstehen können.
  • Drei Sommerschulen an verschiedenen Orten, bei denen Themen, Methoden, und Formate festgelegt werden, um die nötigen Kompetenzen durch eine transnationale berufsbezogene Lernerfahrung zu vermitteln.

 

 

Erwartete Ergebnisse

STARLIGHT entwickelt ein Qualifizierungsprogramm - 60 Teilnehmern aus dem Tourismusbereich werden wissenschaftlich fundierte Aspekte der Astronomie, Biodiversität, Geschichte und Kultur sowie Lichtverschmutzung vermittelt. Die Teilnehmer werden darin geschult, ein innovatives Angebot zu entwickeln, Erlebnisse zu erschaffen, die Touristen ansprechen, und schließlich lernen sie, wie man die Geschichte unseres Nachthimmels erzählt und dies in eine Arbeitsperspektive umwandelt. Die gesammelten Ergebnisse und Erfahrungen werden über das Projekt hinaus zur Verfügung stehen, um neue Fähigkeiten, Kompetenzen und Wissen im Zusammenhang mit dem natürlichen Nachthimmel für nachhaltigen Tourismus wirkungsvoll zu fördern.

 

 

Programm: ERASMUS + - Cooperation partnerships in vocational education and training

Projektdauer: 02/2022 – 02/2025

Projektpartner:

Istituto Nazionale di Astrofisica/ Italy,
Gruppo Azione Locale Escartons e Valli Valdesi s.r.l/ Italy,
Fundación Camino Lebaniego/ Spain,
Kultur und Arbeit e.V./Germany,
Rra Severne Primorske Regijska razvojna agencija d.o.o. Nova Gorica/ Slovenia,
National Business Development Network/ Bulgaria

 

Kontakt:          Stefanie Pontasch, PhD (0043 680 2078728, s.pontasch@dont-want-spam.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at)

                        Mag. Monique Hayek (0049 177 2069897, m.hayek@dont-want-spam.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at)

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