Forststrasse zum Kragenalpe-Hochleger, Kundl - Nachtrag

Der neuerrichtete Forstweg im Gratbereich.

Einstiger idyllischer Wegabschnitt am Kragenjoch, der durch das geplante Vorhaben zerstört wurde.

Die einstige idyllische Landschaft wurde gänzlich überformt.

Das einstige spannende Entlangwandern wird durch langweiliges Trotten ersetzt.

Ein mit Plastikfolie unsensibel gestalteter Tümpel soll anscheinend ökologische Beeinträchtigungen reduzieren.

Zahlreiche Strassenkehren führen den steilen Hang hinab und "verbraucht" die Strasse samt Böschungen dadurch große Waldflächen.

Stehendes Totholz mit Spechtspuren.

Die buckligen Almwiesen der Achentalalm, die im Süden an den erschlossenen Waldbereich angrenzt.

Zum Zwecke der Qualitätssicherung unserer Arbeit fand im Herbst 2018 eine Begehung des errichteten Forstweges statt.

Die Umweltanwaltschaft sieht sich mit ihrer einstigen Einschätzung, wonach das landschaftliche Gepräge im sensiblen Gratbereich nachhaltige, erheblich negative Veränderungen und damit hochtechnische Überformungen erfahren würde, mehr als bestätigt. Der einstige spannende Steigverlauf und seine wunderschöne Einbettung in die Naturlandschaft dieses Bergrückens war ein Kleinod, welches durch den Bau einer breiten Forststrasse unwiederbringlich verloren ging.

Nach Abschluss des Verfahrens und nach erfolgter Errichtung der Forststrasse ist die Tiroler Umweltanwaltschaft der Ansicht, dass die einstige Beschwerde mehr als gerechtfertigt war.

 

Alter Eintrag: Die Tiroler Umweltanwaltschaft geht davon aus, dass der Bergrücken zwischen dem Inntal und der Wildschönau eine naturkundliche und landschaftliche Besonderheit darstellt und möglichst naturnah der nächsten Generation übergeben werden sollte.

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts vom 11.02.2016 wurde die Beschwerde als unbegründet abgewiesen.

Beschwerde der Tiroler Umweltanwaltschaft

 

 

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