Sie entdecken, wir helfen beim Bestimmen

Sie sind öfters in der freien Natur, haben meistens eine Kamera dabei und möchten gerne nähere Informationen zu einem Tier, zu einer Pflanze oder zu einem Lebensraum unseres Landes? Dann schicken Sie uns ihr(e) Foto(s) und wir werden unser Bestes versuchen um die Art, Gattung bzw. den Lebensraumtyp zu bestimmen.
Die Ergebnisse unserer Recherchen werden auf dieser Seite veröffentlicht!


Finsterspinne (Amaurobius fenestralis)

Das Tier auf den Fotos sieht nach einem Individuum der Echten Finsterspinnen (Gattung
Amaurobius sp) aus. Je nach Fundort könnte es sich im Keller um eine Kellerspinne (Amauobius ferox) oder im Freiland um eine Östliche Finsterspinne (Amaurobius jugorum) handeln. Diese Gattung gehört zu der Ordnung der Webspinnen und legt unter Steinen und Baumrinde oder im Siedlungsbereich in Mauerritzen und Kellern Trichternetze an. Das Weibchen legt dort auch ihr Eikokon ab, welches sie bis zum Schlupf der Jungtiere bewacht und kurz darauf stirbt, um den jungen Spinnen als erste Nahrung zu dienen.

Je nach Art erreichen die Echten Fensterspinnen eine Körperlänge von 4 bis 15 mm. Die Arten sind kräftig gebaut und weisen eine bräunliche Grundfärbung auf. Echte Fensterspinnen kommen in sehr vielfältigen Habitaten vor, so besiedeln Arten der Gattung verschiedene Waldbiotope, Strauchlandschaften, Brachflächen oder Steinbrüche. Aber auch in Siedlungsgebieten sind einige Arten in Gebäuden, Kellern und Gärten zu finden.

Nach starken Regenfällen sind Individuen der Echten Fensterspinnen oft zahlreich anzutreffen, da sie ihre überfluteten Unterschlüpfe verlassen.


Schwebfliege (Syrphidae)

Bisher sind weltweit etwa 6000 Arten von Schwebfliegen bekannt, davon ungefähr 1800 in der Paläarktis. Ihr Name stammt von ihrer Fähigkeit auch bei bewegter Luft fliegend auf einer Stelle zu „schweben“. Dies gelingt ihnen durch eine hohe Flügelfrequenz von bis zu 300 Hertz.
Zudem ahmen sie mit Ihrer Färbung Bienen und Wespen nach, um gefährlicher zu wirken und Fressfeinde abzuhalten. Diese Eigenschaft wird in der Biologie als „Mimikry“ bezeichnet.
Die Nahrung der Schwebfliegen besteht aus Nektar und Pollen, wobei Untersuchungen ergeben haben, dass sie dabei eine Vorliebe für gelbe Blüten haben. In gemäßigten Breiten stellen die Schwebfliegen neben den Bienen die wichtigste Bestäubergruppe dar. Schwebfliegen sind aber auch nützlich in der Bekämpfung von Blattläusen.


Krabbenspinne (Thomisidae)

Dieses Tier ist eine sogenannte Krabbenspinne (Thomisidae) und gehört zu den Webspinnen, baut jedoch keine Fangnetze, sondern lauert in der Vegetation auf ihre Beute, welche sie mit ihren vergrößerten ersten Beinpaaren ergreift und durch einen Biss tötet. Man findet diese Gattung fast weltweit, lediglich in Südamerika kommt sie nicht vor. Derzeit sind 360 Arten beschrieben, wovon 71 in Europa und davon wiederum 26 in Mitteleuropa vorkommen. Durch genaue Untersuchungen werden aber immer noch weitere Arten entdeckt, welche bisher andern Arten zugeordnet wurden. Die Arten der Krabbenspinnen sind meist klein bis mittelgroß, die Weibchen der mitteleuropäischen Arten werden maximal 10 mm groß, während die Männchen nur etwa 3-5 mm erreichen. Die Färbung der Tiere ist unauffällig, die Grundfarbe sind meist Braun- oder Grautöne. Da sich die mitteleuropäischen Arten sehr ähneln, ist eine Bestimmung nur unter dem Mikroskop mittels einer Untersuchung der Geschlechtsorgane möglich.


Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus)

Bei diesem Tier auf dem Foto handelt es sich um eine Libellen-Schmetterlingshaft, lateinisch Libelloides coccajus.
Trotz ihres Namens und ihres Erscheinungsbildes gehören diese attraktiven Insekten weder zu den Schmetterlingen noch zu den Libellen. Diese sind sogenannte Netzflügler.
In Mitteleuropa kommen diese Insekten nur selten vor und sind bei uns in Tirol laut Anlage 6 der Tiroler Naturschutzverordnung 2006 geschützt.


Plattbauchspinnen/Glattbauchspinnen (Gattung Scotophaeus)

Bei dieser Spinne handelt es sich um ein Weibchen der Familie Gnaphosidae (Plattbauchspinnen/Glattbauchspinnen) aus der Gattung Scotophaeus. Die Art lässt sich nur genitalmorphologisch bestimmen.

Die Arten der Gattung Scotophaeus leben unter der Rinde von Bäumen, in natürlichen Höhlungen, aber kommen auch regelmäßig in Häusern, Garagen und Scheunen vor. Scotophaeus-Arten sind lichtscheu und nachtaktiv.


Große Fettspinne (Steatoda grossa)

Bei dieser Spinne handelt es sich um ein weibliches Individuum der Art Steatoda grossa (Große Fettspinne) aus der Familie der Theridiidae (Kugelspinnen/Haubennetzspinnen). Im deutschen Sprachraum wird sie oft auch als "Falsche Schwarze Witwe" bezeichnet, weil sie dieser recht ähnlich sieht. Die Spinnenart Steatoda grossa ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und kommt in unseren Breiten hauptsächlich in Häusern sehr oft vor. Sie ernährt sich von kleinen Insekten, Asseln und Tausendfüßer. Die Männchen haben eine Körperlänge von etwa 4 bis 6 Millimeter. Die Weibchen sind etwa 6 bis 10 Millimeter groß. Die Färbung und Zeichnung am Hinterleib unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern und kann sehr variieren.

 


Dornfingerspinne (Cheiracanthium mildei)

Bei dieser Spinne handelt es sich höchstwarscheinlich um eine weibliche Dornfingerspinne, auch Cheiracanthium mildei genannt. Diese Art kommt in Mitteleuropa relativ häufig vor und ist oft in Wohngebäuden aufzufinden. Der Hausdornfinger hat lange Vorderbeine; die Gesamtkörperlänge beträgt zwischen 7 und 11 Millimeter, wobei die Weibchen meist größer sind als die Männchen.

 

 

Larvenhäute von Großlibelle (Exuvien)

Bei diesem Fund handelt es sich um Exuvien, sprich Larvenhäute, von frisch geschlüpfter und entwickelter Großlibellen (Anisoptera).

Die Larven der Großlibellen erkennt man unter anderem an dem zigarrenförmigen Hinterleib mit fünf kurzen spitzen Anhängen. Libellenlarven leben zunächst im Wasser und ernähren sich räuberisch. In ihrem letzten Larvenstadium klettern sie aus dem Wasser und in den Sommermonaten kann man oft den Libellenschupf aus der Exuvie beobachten. Anfangs ist die Libelle noch etwas empfindlich, doch sobald der Körper ausgehärtet ist und die Körperflüssigkeit aufgepumpt ist, ist sie bereit für ohren ersten Flug.


Feldgrille (Gryllus campestris)

Bei diesem gefundenen Insekt handelt es sich um eine Feldgrille (Gryllus campestris). Diese Tiere sind wärmeliebend und sie bevorzugen trockene, magere Wiesen oder lichte Kiefernwälder als Lebensraum. Die Grillengesänge der Männchen kann man ca. von Mai bis Mitte Juli hören.

 

Weiter Infos finden Sie auf Blühendes Österreich.

 

 


Glattbauchspinne (Scotophaeus scutulatus)

Bei dieser Spinne auf dem Bild handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um ein Individuum aus der Gattung Scotophaeus (evtl. Scotophaeus scutulatus), aus der Familie der Glattbauchspinnen / Plattbauchspinnen (Gnaphosidae).

Diese sind vorwiegend nachtaktive Jäger - sie bilden also keine Fangnetzt, sondern gehen aktiv auf die Jagd.

 

Weitere Informationen finden Sie im Spinnen-Wiki.


Achtpunktiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata)

Dieses Insekt ist ein Achtpunktiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata). Er ist wärmeliebend, meist auf Sandböden zu finden und an das Vorhandensein von Kiefern gebunden.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.


Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabeus)

Bei diesem auf dem Bild abgebildeten Käfer handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen schwarzblauen Ölkäfer.

Bestimmer des Insektes war Dr. Timo Kopf.

 

Weitere Infos finden Sie hier auf Wikipedia.

 


Nuctenea (Nuctenea silvicultrix)

Bei der auf dem Bild abgebildete Spinne könnte es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um ein Individuum aus der Gattung Nuctenea handeln.

 

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)

Bei der gesuchten Spinne handelt es sich um eine Kreuzspinne. Genauer gesagt ist es wahrscheinlich eine Gartenkreuzspinne. Dies ist die häufigste der in Europa vorkommenden Kreuzspinnen und meist leicht an dem kreuzförmigen, hellen Muster auf der Rückenseite zu erkennen, wobei sowohl die Grundfarbe der Spinne, als auch die Form des weißen Fleckes recht variabel sind.

 

Weitere Informationen zur Kreuzspinne erhalten Sie auf Wikipedia.


Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis)

Dieses Insekt ist eine Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze.  

Für nähere Informationen klicken Sie hier auf die Wikipedia Internetseite.


Gehörnte Kreuzspinne (Araneus angulatus)

Auf diesem Foto sieht man ein großes Exemplar einer gehörnten Kreuzspinne.

Weitere Infos zu diesen Spinnenarten finden Sie auf Wikipedia.  


Buchenblattlaus (Phyllaphis fagi)

Bei dieser weißen "Fliege" handelt es sich um eine Buchenblattlaus.

Das auffällige weiße „Fell“ sind in Wirklichkeit Wachsfäden, welche von Poren am Rücken der Läuse ausgeschieden werden.  

Nähere Informationen über die Buchenblattlaus finden Sie auf Wikipedia.


Borstige Dolchwespe (Scolia hirta)

Dieses Insekt wird als Borstige Dolchwespe bezeichnet.  

Nähere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Kristallingestein (ein Silikatgestein)

Gestein aus der Gegend Tobadill. Unser Experte, Hr. Dr. Werner Schwarz, geht aufgrund der Fotozusendung bei diesem Stein von einem dunklen "Amphiboliten" mit "Heilfugen aus Quarz und einem schmalen Band Epidot (das hellgüne Querband)" aus. 

 


Alpen-Weißling (Pontia callidice)

Bei diesem Schmetterling handelt es sich um einen Alpen-Weißling; die Flügelunterseite lässt darauf schließen. 

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.

 


Europäische Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa)

Bei diesem Insekt handelt es sich um eine Europäische Maulwurfsgrille, ein Grabinsekt mit stark vergrößerten Vorderbeinen.

Weitere Informationen zur Europäischen Maulwurfsgrille finden Sie auf Wikipedia.

 

 


Bohrfliege (Tephritidae)

Diese Fliege stammt aus der Familie der Bohrfliegen, eine weitere Bestimmung auf Artniveau konnten wir auf Basis des Fotos nicht durchführen.

Weitere Informationen zu diesem Insekt finden Sie auf Wikipedia.


Schuppiger Porling (Polyporus squamosus)

Auf Laubholz vorkommender Pilz, dessen Hut bis zu 40 cm Durchmesser erreichen kann. (Bestimmung durch Eberhard Steiner)  

Weitere Informationen können Sie auf der Wikipedia Seite entnehmen.

 


Alpen-Gamskresse (Pritzelago alpina)

Kann als Alpenschwemmling bis in tiefe Lage verbreitet werden. Foto wurde eingereicht von Christina L. in der Nähe des Stempeljochs.

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Eisvogel (Alcedo atthis)

Der Eisvogel lebt am Gewässer und ernährt sich von Fischen, Wasserinsekten, Kaulquappen und Krebsen.

Nähere Informationen finden Sie hier auf der Wikipedia Seite.

 


Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Der schwanzlose Lurch benötigt kleine, zeitweise trockenfallende Gewässer zur Reproduktion.

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia .

 


Rotrandiger Baumschwamm oder Fichtenporling (Fomitopsis pinicola)

Der Rotrandige Baumschwamm ist in allen Laub-, Nadel- und Mischwäldern zu finden. Auch außerhalb geschlossener Wälder, bei Lichtungen, in Parks und Gärten ist er anzutreffen.
Dabei wächst der Pilz an lebendem oder totem Holz wie an stehenden oder liegenden Stämmen, Stümpfen oder Ästen. Dabei tritt der Pilz in allen Phasen der Holzvermorschung auf.
(Wiki, Bestimmung durch Eberhard Steiner)


Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Der Rundblättrige Sonnentau kommt nur in Hochmooren vor und kann mit seinen klebrigen Drüsen kleine Insekten verdauen. Auf diesem eingeschickten Foto ist er zwischen Torfmoosen zu sehen.

Weitere Informationen zum Rundblättrigen Sonnentau können Sie auf der Wikipedia Seite im Internet finden.


Rundblättriges Täschelkraut (Thlaspi rotundifolium)

Diese Charakterart der Kalkschuttböden wird gerne von Gämsen gefressen. Foto wurde eingereicht von Christina L. in der Nähe des Stempeljochs.

Nähere Infos finden Sie hier auf Wikipedia.


Schwarzrandige Scharfgarbe (Achillea atrata)

Alpenpflanze der kalkreichen und steinigen Rasen, Fels- und Schuttfluren. Ein außergewöhnliches Exemplar aufgrund der zahlreichen Blütenblätter. 08.08.2015, Steinerne Rinne, Kaisergebirge, eingereicht von Andreas B.; bestimmt von Univ.-Prof. Brigitta Erschbamer, Universität Innsbruck, und Mag. Wolfgang Bacher, Natopia.


Steinröschen oder Gestreifter Seidelbast (Daphne striata)

Immergrüner, kalkliebender Zwergstrauch. 22.06.2015, Nähe Stempeljoch, eingereicht von Christina L.


Äsche (Thymallus thymallus) B

Die Äsche kommt in unseren größeren Fließgewässern vor, das Bild zeigt eine Isel-Äsche beim Ablaichen im Bereich der Michlbachmündung.



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