Sie entdecken, wir helfen beim Bestimmen

Sie sind öfters in der freien Natur, haben meistens eine Kamera dabei und möchten gerne nähere Informationen zu einem Tier, zu einer Pflanze oder zu einem Lebensraum unseres Landes? Dann schicken Sie uns ihr(e) Foto(s) und wir werden unser Bestes versuchen um die Art, Gattung bzw. den Lebensraumtyp zu bestimmen.
Die Ergebnisse unserer Recherchen werden auf dieser Seite veröffentlicht!


Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis)

Es handelt sich bei dem abgebildeten Bild um eine männliche, südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis). Sie gehört zu der Familie der Wolfsspinnen und ist vor allem in der eurasischen Steppe zu finden, aber auch hier bei uns im Osten Österreichs. Sie ist die größte Spinnenart Europas! Auch wenn sie zu den Webspinnen gehört, spannt sie kein Netz, sondern baut eine Wohnröhre im Boden, wo sie sich dann die meiste Zeit am Tag aufhält. Am Abend verlässt sie ihr Zuhause, um auf Nahrungssuche zu gehen. Durch ihr dichtes Haarpolster (die der Spinne Wasserabweisende Eigenschaften verleiht) kann sie sogar schwimmen und beispielsweise problemlos Flüsse überqueren.

Die Tarantel kann auch Menschen beißen, attackiert aber meistens nur dann, wenn sie in ihre Wohnröhre gedrängt wird. Ansonsten gilt sie nicht als aggressiv. Auch wenn der Biss der Art für den Menschen mit unangenehmen Komplikationen einhergehen kann, ist die Spinne für den Menschen dennoch deutlich ungefährlicher als oftmals angenommen.

Leider ist die Anzahl der südrussischen Tarantel in den letzten Jahren gesunken. Als Ursache für den Rückgang der Art in Mitteleuropa werden Begradigungen von Flüssen und das Schwinden von geeigneten Biotopen an den Ufern in Betracht gezogen.

 


Selbstgebaute Schlupfwinkel (Retraite) einer Kugelspinne

Bei dem Foto handelt es sich um einen selbstgebauten Schlupfwinkel (Retraite) einer Kugelspinne der Art Cryptachaea riparia (früher Achaearanea riparia genannt).

Der Schlupfwinkel dieser Spinnenart erreicht eine Größe von bis zu 3-8 cm und wird von den Jungtieren als Überwinterungskokon genutzt. Die geschlossenen Retraiten werden mit Gespinst ausgekleidet und mit Erdpartikeln maskiert.

 


Trächtiges Dornfingerspinnenweibchen (Cheiracanthium)

Die Gattung ist weltweit verbreitet, in Europa sind etwa 30 Arten bekannt. Arten der Gattung verfügen über einen kräftig gebaut, der Vorderkörper (Prosoma) ist länglich bis oval, der Hinterkörper (Optisthosoma) ebenfalls. Die Färbung ist meist einfarbig und reicht von grünlich bis gelblich-braun, einige Arten besitzen aber ein dunkles Mittelband oder Muster auf ihrem Opisthosoma. Die Cheliceren (Kieferklauen) erscheinen bei dieser Gattung auffallend kräftig und sind bei den Männchen zusätzlich stark verlängert. Auch die Beine sind relativ lang, wobei ein verlängertes erstes Beinpaar typisch für diese Gattung ist. Namensgebend für die Gattung ist ein großer, spitz zulaufender Sporn am Cymbium am männlichen Pedipalpus (Extremität im Kopfbereich; vorwiegende Funktion als Tatsorgan; männliches Genitalorgan).

Die nachtaktiven Jäger bauen keine Fangnetze und verbringen den Tag in kugeligen Ruhegespinsten, welche meist in krautiger Vegetation oder versteckt unter Steinen, beziehungsweise in Gestrüpp angelegt werden. Bevorzugt werden von den Arten ungenutzte oder extensiv genutzte Offenbiotope mit hohem Gras oder Hochstauden. Solche Lebensräume sind besonders in Waldlichtungen, auf brachen Ackerflächen, an Bahndämmen oder ähnlichen Standorten zu finden.

In dem von den Weibchen angelegte Brutgespinst wird das Eikokon an der Innenseite befestigt und dort vom Weibchen bewacht bis die Jungspinnen groß genug sind um das Brutgespinst zu verlassen.

Ein bekannter Vertreter dieser Gattung ist der Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium). Diese Art ist in Europa und Asien weit verbreitet und wird als bedeutendste Giftspinne Mitteleuropas angeführt. Der schmerzhafte Biss wird oft mit jenem einer Biene oder Wespe, selten auch einer Kreuzotter verglichen. Die lokalen Symptome sind von Schmerz an der Bissstelle, Rötung, Schwellung, Gefühllosigkeit und gelegentlich auch nekrotischen Hauläsionen geprägt. Diese Symptome können auch von Fieber, Übelkeit und Kopfschmerzen begleitet werden. Im schwerwiegendsten Fall kann auch ein Kreislaufkollaps auftreten. Diese als „Cheiracanthismus“ bezeichneten Symptome werden als leichte bis mittelmäßige Vergiftung eingestuft blieben bislang ohne Todesfolge. Je nach opfer- und unfallspezifischen Faktoren klingen die Symptome nach wenigen Stunden, einem Tag oder erst nach 2-3 Wochen wieder ab. In Mitteleuropa ereignen sich besonders viele Bisse im Juli und August, wenn die Weibchen ihre Brutgespinste verteidigen. Daher sollte man die Spinnen keinesfalls bedrängen und am besten Abstand von ihnen halten.


Rote Röhrenspinne (Eresus kollari)

Bei der Spinne auf den Foto handelt es sich um eine weibliche Röhrenspinne der Gattung Eresus sp., möglicherweise um eine Eresus kollari (Rote Röhrenspinne). Genau kann man die Art aufgrund der verschwommenen Fotos aber nicht benennen. Jedoch ist von Kroatien bisher nur diese Art bekannt.

Röhrenspinnen haben einen stark ausgeprägten Sexualdimorphismus. Die deutlich größeren Weibchen sind nahezu einheitlich schwarz gefärbt, nur einige Arten weisen einzelne orange Haare auf den Cheliceren (Kieferklauen) und dem Prosoma (Vorderleib) auf. Die kleineren Männchen besitzen hingegen eine auffällige rote Färbung mit zwei oder drei schwarzen Punktpaaren auf ihrem Opisthosoma (Hinterleib). Ähnlich wie bei den Marienkäfern dient diese Warnfärbung der Abwehr von Fressfeinden, denen die Männchen aufgrund ihrer aktiven Suche nach Weibchen potentiell stärker ausgesetzt sind.

Das Verbreitungsgebiet der Echten Röhrenspinnen erstreckt sich von Nordafrika über Europa nach Asien. Drei Arten, die Rote Röhrenspinne (E. kollari), E. moravicus und die Ringelfüßige Röhrenspinne (E. sandaliatus), kommen auch in Mitteleuropa vor. Viele Arten der Gattung bevorzugen trockene, sandige Gebiete, felsige Steppen oder auch südlich ausgerichtete und geschützte Heidehänge. Solche Lebensräume gehen aber immer mehr zurück, wodurch einige Arten stark gefährdet sind.

Ihre Beute fangen die Echten Röhrenspinnen mithilfe von fünf bis zehn Zentimeter ins Erdreich ragenden, röhrenförmigen Netzten, welche auch als Wohnröhre dienen. Auf diese Weise können auch recht große und wehrhafte Beutetiere, wie beispielsweise Laufkäfer, gefangen werden. Die Chitinskelette der verzehrten Beutetiere werden in der Nähe der Netzröhren deponiert.

Die Weibchen legen nach der Begattung ein Eikokon an, das untertags zum Wärmen der Sonne entgegengehalten wird und nachts in der Wohnröhre untergebracht wird. Nach dem Schlupf verbleiben die Jungspinnen in der Röhre und werden von der Mutter von Mund zu Mund gefüttert. Nach einiger Zeit stirbt die Mutter, die sich vermutlich durch Verdauungsenzyme von innen aufgelöst hat und dient selbst den Jungtieren als Nahrung. Die Jungtiere überwintern in der Wohnhöhle ihrer einstigen Mutter, bevor sie im Frühjahr ausschwärmen. Abhängig von der Art, werden die Männchen im Frühling oder im Herbst geschlechtsreif. Die Weibchen können ein Alter von bis zu vier Jahren erreichen und verlassen ihre Wohnröhre in der Regel nicht.

Bissunfälle mit Echten Röhrenspinnen sind bekannt. Dabei treten vor Allem Symptome wie Schmerzen, die bei einem Biss in den Finger bis in die Achsel ausstrahlen, ein fieberartiges Gefühl und ein erhöhter Herzschlag auf. Nach ein bis zwei Stunden verschwinden diese Symptome wieder, jedoch können starke Kopfschmerzen für mehrere Tage anhalten und auch die Bisswunde kann einige Tage lang empfindlich sein.


Tatzenkäfer (Timarcha tenebricosa)

Der Käfer auf dem Bild gehört zu der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) und werden auch Labkraut-Blattkäfer genannt.

Mit einer Körperlänge von 15 bis 20 mm zählen die Tatzenkäfer zu den größten Blattkäfern Mitteleuropas. Zu finden sind die häufigen Käfer in Süd- und Mitteleuropa auf warmen Trockenrasen vor allem im Bergland. Mit ihrem schwarzen, leicht bläulich schimmernden Körper ähneln sie den Mistkäfern. Die leicht punktförmig strukturierten Flügeldecken sind in der Mitte zusammengewachsen, weshalb die Tatzenkäfer flugunfähig sind. Die Beine enden mit je drei kurzen, sehr breiten Tarsen (Fußglieder), gefolgt von einem schmalen Fußglied mit einem Krallenpaar. Diese scheinbar „dicken Füße“ verleihen den Tatzenkäfern ihren Namen. Im Sommer legen die Weibchen ihre Eier in Labkräutern ab, von denen sich sowohl die Larven, als auch die Käfer ernähren. Im darauffolgenden Frühling schlüpfen dann die Larven, welche eine Länge von 20 mm erreichen, schwarz gefärbt und sehr plump gebaut sind. Die Verpuppung erfolgt dann am Boden. Die voll entwickelten Käfer überwintern, es kommt aber vor, dass sie an sehr milden Wintertagen ihre Winterruhe auch unterbrechen.

Werden die Käfer gestört, würgen sie eine rote oder orange Flüssigkeit hervor, was Refluxbluten genannt wird. Diese Verteidigungsmethode kommt bei diversen Insekten und Käferarten vor, beispielsweise auch bei Marienkäfern. Sie dient der Abschreckung von Fressfeinden. Das abgesonderte Wehrsekret besteht aus Hämolymphe und kann toxisch sein oder unangenehm riechen bzw. schmecken.


Große Rindenflachstrecker-Spinnen (Philodromus margaritatus)

Die Spinne auf dem Foto, welche zur Familie der Laufspinnen (Philodromidae) gehören, ist in Mitteleuropa heimisch und weit verbreitet. Auch weißt die Art einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. Während die etwas größeren Weibchen weißlich bis hellbraun gefärbt sind, sind die Männchen deutlich dunkler. Die Beine beider Geschlechter sind allerding gleich lang und weißen schwarz-braune Flecken auf. Beide Geschlechter besitzen auch auffallende Stacheln am Ende ihres Opisthosomas (Hinterkröper). Mit Hilfe ihrer ausgeprägten Hafthaar-Polster an den Tarsen (Füße), können sich die Spinnen auch auf glatten Oberflächen sicher fortbewegen. Die Spinnen sind bevorzugt in Nadelwäldern, aber auch in Laubwäldern zu finden, wo sie sich in der Regel unter Baumrinde aufhalten bzw. auch überwintern. Das ist auch der Grund für ihren abgeflachten Körperbau. Auf oder unter der Baumrinde geht die Art auch auf Beutefang. Kleine Insekten und Ameisen werden freilaufend gefangen, wobei die Spinnen relativ schnell werden können. Fangnetze werden von dieser Art keine gebaut.

 


Steinfliegenlarve

Bei dem Tier auf dem Foto handelt es sich um eine Steinfliegenlarve. Diese Insekten leben fast ausschließlich in Fließgewässern und sind somit typische Bewohner von Bergbächen. Man kann sie gut an ihren zwei Hinterleibsanhängen, den Schwanzfäden (Ceri) und den jeweils zwei Krallen an ihren Beinen erkennen. Im Gegensatz dazu, haben die Larven der Eintagsfliegen meist drei Hinterleibsanhänge und nur jeweils eine Kralle pro Bein. Die Eintagsfliegenlarven kann man auch in stehenden Gewässern finden und in den meisten Gewässern sind sie zahlreicher vertreten, als die Steinfliegenlarven. Bei den adulten Eintagsfliegen sind zudem die Hinterleibsanhänge immer noch vorhanden, während dies bei den Steinfliegen nicht der Fall ist.

Die Steinfliegenlarven sind keine guten Schwimmer, laufen am Gewässergrund und leben an der Unterseite von Steinen. Wenn sie schwimmen, dann bewegen sie sich mit seitlichen Schlängelbewegungen fort. Einige Gattungen verfügen über auffällige Kiemen, die seitlich am Hinterleib, an den Hüften (Coxa), im Halsbereich oder an der Spitze des Hinterleibs liegen, sie sind aber nicht bei allen Gattungen und Familien vorhanden. Ein Teil der Arten ernährt sich von vorbeischwimmendem, organischen Material, andere Arten wiederum jagen Insekten und Würmer im Wasser.


Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica)

Es handelt sich um eine Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica), die zur Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae) gehört.

Die Spaltenkreuzspinne ist in ganz Europa verbreitet, bewohnt lichte Laub- und Mischwälder und kommt auch sehr häufig im Außenbereich von Gebäuden und in Mauerritzen vor. Wie schon der Familienname verrät, baut diese Spinne ein Radnetz, welches einen Durchmesser von 45-70 cm aufweisen kann und meist an Bäumen, Holzschuppen oder Hauswänden anzutreffen ist. Männliche Individuen können eine Körperlänge von 7 – 10 mm erreichen, während Weibchen 13 - 16 mm lang werden können.


Finsterspinne (Amaurobius fenestralis)

Das Tier auf den Fotos sieht nach einem Individuum der Echten Finsterspinnen (Gattung
Amaurobius sp) aus. Je nach Fundort könnte es sich im Keller um eine Kellerspinne (Amauobius ferox) oder im Freiland um eine Östliche Finsterspinne (Amaurobius jugorum) handeln. Diese Gattung gehört zu der Ordnung der Webspinnen und legt unter Steinen und Baumrinde oder im Siedlungsbereich in Mauerritzen und Kellern Trichternetze an. Das Weibchen legt dort auch ihr Eikokon ab, welches sie bis zum Schlupf der Jungtiere bewacht und kurz darauf stirbt, um den jungen Spinnen als erste Nahrung zu dienen.

Je nach Art erreichen die Echten Fensterspinnen eine Körperlänge von 4 bis 15 mm. Die Arten sind kräftig gebaut und weisen eine bräunliche Grundfärbung auf. Echte Fensterspinnen kommen in sehr vielfältigen Habitaten vor, so besiedeln Arten der Gattung verschiedene Waldbiotope, Strauchlandschaften, Brachflächen oder Steinbrüche. Aber auch in Siedlungsgebieten sind einige Arten in Gebäuden, Kellern und Gärten zu finden.

Nach starken Regenfällen sind Individuen der Echten Fensterspinnen oft zahlreich anzutreffen, da sie ihre überfluteten Unterschlüpfe verlassen.


Schwebfliege (Syrphidae)

Bisher sind weltweit etwa 6000 Arten von Schwebfliegen bekannt, davon ungefähr 1800 in der Paläarktis. Ihr Name stammt von ihrer Fähigkeit auch bei bewegter Luft fliegend auf einer Stelle zu „schweben“. Dies gelingt ihnen durch eine hohe Flügelfrequenz von bis zu 300 Hertz.
Zudem ahmen sie mit Ihrer Färbung Bienen und Wespen nach, um gefährlicher zu wirken und Fressfeinde abzuhalten. Diese Eigenschaft wird in der Biologie als „Mimikry“ bezeichnet.
Die Nahrung der Schwebfliegen besteht aus Nektar und Pollen, wobei Untersuchungen ergeben haben, dass sie dabei eine Vorliebe für gelbe Blüten haben. In gemäßigten Breiten stellen die Schwebfliegen neben den Bienen die wichtigste Bestäubergruppe dar. Schwebfliegen sind aber auch nützlich in der Bekämpfung von Blattläusen.


Krabbenspinne (Thomisidae)

Dieses Tier ist eine sogenannte Krabbenspinne (Thomisidae) und gehört zu den Webspinnen, baut jedoch keine Fangnetze, sondern lauert in der Vegetation auf ihre Beute, welche sie mit ihren vergrößerten ersten Beinpaaren ergreift und durch einen Biss tötet. Man findet diese Gattung fast weltweit, lediglich in Südamerika kommt sie nicht vor. Derzeit sind 360 Arten beschrieben, wovon 71 in Europa und davon wiederum 26 in Mitteleuropa vorkommen. Durch genaue Untersuchungen werden aber immer noch weitere Arten entdeckt, welche bisher andern Arten zugeordnet wurden. Die Arten der Krabbenspinnen sind meist klein bis mittelgroß, die Weibchen der mitteleuropäischen Arten werden maximal 10 mm groß, während die Männchen nur etwa 3-5 mm erreichen. Die Färbung der Tiere ist unauffällig, die Grundfarbe sind meist Braun- oder Grautöne. Da sich die mitteleuropäischen Arten sehr ähneln, ist eine Bestimmung nur unter dem Mikroskop mittels einer Untersuchung der Geschlechtsorgane möglich.


Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccajus)

Bei diesem Tier auf dem Foto handelt es sich um eine Libellen-Schmetterlingshaft, lateinisch Libelloides coccajus.
Trotz ihres Namens und ihres Erscheinungsbildes gehören diese attraktiven Insekten weder zu den Schmetterlingen noch zu den Libellen. Diese sind sogenannte Netzflügler.
In Mitteleuropa kommen diese Insekten nur selten vor und sind bei uns in Tirol laut Anlage 6 der Tiroler Naturschutzverordnung 2006 geschützt.


Plattbauchspinnen/Glattbauchspinnen (Gattung Scotophaeus)

Bei dieser Spinne handelt es sich um ein Weibchen der Familie Gnaphosidae (Plattbauchspinnen/Glattbauchspinnen) aus der Gattung Scotophaeus. Die Art lässt sich nur genitalmorphologisch bestimmen.

Die Arten der Gattung Scotophaeus leben unter der Rinde von Bäumen, in natürlichen Höhlungen, aber kommen auch regelmäßig in Häusern, Garagen und Scheunen vor. Scotophaeus-Arten sind lichtscheu und nachtaktiv.


Große Fettspinne (Steatoda grossa)

Bei dieser Spinne handelt es sich um ein weibliches Individuum der Art Steatoda grossa (Große Fettspinne) aus der Familie der Theridiidae (Kugelspinnen/Haubennetzspinnen). Im deutschen Sprachraum wird sie oft auch als "Falsche Schwarze Witwe" bezeichnet, weil sie dieser recht ähnlich sieht. Die Spinnenart Steatoda grossa ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet und kommt in unseren Breiten hauptsächlich in Häusern sehr oft vor. Sie ernährt sich von kleinen Insekten, Asseln und Tausendfüßer. Die Männchen haben eine Körperlänge von etwa 4 bis 6 Millimeter. Die Weibchen sind etwa 6 bis 10 Millimeter groß. Die Färbung und Zeichnung am Hinterleib unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern und kann sehr variieren.

 


Dornfingerspinne (Cheiracanthium mildei)

Bei dieser Spinne handelt es sich höchstwarscheinlich um eine weibliche Dornfingerspinne, auch Cheiracanthium mildei genannt. Diese Art kommt in Mitteleuropa relativ häufig vor und ist oft in Wohngebäuden aufzufinden. Der Hausdornfinger hat lange Vorderbeine; die Gesamtkörperlänge beträgt zwischen 7 und 11 Millimeter, wobei die Weibchen meist größer sind als die Männchen.

 

 

Larvenhäute von Großlibelle (Exuvien)

Bei diesem Fund handelt es sich um Exuvien, sprich Larvenhäute, von frisch geschlüpfter und entwickelter Großlibellen (Anisoptera).

Die Larven der Großlibellen erkennt man unter anderem an dem zigarrenförmigen Hinterleib mit fünf kurzen spitzen Anhängen. Libellenlarven leben zunächst im Wasser und ernähren sich räuberisch. In ihrem letzten Larvenstadium klettern sie aus dem Wasser und in den Sommermonaten kann man oft den Libellenschupf aus der Exuvie beobachten. Anfangs ist die Libelle noch etwas empfindlich, doch sobald der Körper ausgehärtet ist und die Körperflüssigkeit aufgepumpt ist, ist sie bereit für ohren ersten Flug.


Feldgrille (Gryllus campestris)

Bei diesem gefundenen Insekt handelt es sich um eine Feldgrille (Gryllus campestris). Diese Tiere sind wärmeliebend und sie bevorzugen trockene, magere Wiesen oder lichte Kiefernwälder als Lebensraum. Die Grillengesänge der Männchen kann man ca. von Mai bis Mitte Juli hören.

 

Weiter Infos finden Sie auf Blühendes Österreich.

 

 


Glattbauchspinne (Scotophaeus scutulatus)

Bei dieser Spinne handelt sich es um ein Scotophaeus-Weibchen, eine Glattbauchspinne. Hier würden zwei Arten in Frage kommen, die sich aber leider nur genitalmorphologisch mit Mikroskop bestimmen lassen. Es könnte sich aber durchaus um die Art Scotophaeus scutulatus (Gefleckte Mausspinne) handeln.

Diese Spinnenart ist in Europa und vor allem auch in Deutschland weit verbreitet. Man findet sie oft in oder an Gebäuden, im Freiland unter Rinde und in Baumstümpfen. Glattbauchspinnen sind meistens nachtaktiv, bewegen sich schnell und bleiben auch ruckartig wieder stehen. In ihrer Bewegungsart ähnelt sie einer Maus (deshalb auch der Name).

Sie ist eine räuberische Spinnenart, die aber nicht ein Netz spannt, sondern die Beute hetzt, bis sie sie mit einem Giftbiss außer Gefecht setzt und sie schließlich einfängt.  Für Menschen ist sie ungefährlich.

 

Weitere Informationen finden Sie im Spinnen-Wiki.


Achtpunktiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata)

Dieses Insekt ist ein Achtpunktiger Kiefernprachtkäfer (Buprestis octoguttata). Er ist wärmeliebend, meist auf Sandböden zu finden und an das Vorhandensein von Kiefern gebunden.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.


Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabeus)

Bei diesem auf dem Bild abgebildeten Käfer handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen schwarzblauen Ölkäfer.

Bestimmer des Insektes war Dr. Timo Kopf.

 

Weitere Infos finden Sie hier auf Wikipedia.

 


Nuctenea (Nuctenea silvicultrix)

Bei der auf dem Bild abgebildete Spinne könnte es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um ein Individuum aus der Gattung Nuctenea handeln.

 

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)

Bei der gesuchten Spinne handelt es sich um eine Kreuzspinne. Genauer gesagt ist es wahrscheinlich eine Gartenkreuzspinne.

In ganz Mitteleuropa sind Gartenkreuzspinnen vor Allem in Streuobstwiesen zu finden. Seltener ist sie auch in Kiefernwäldern, Hochmooren, Buchen – Tannen – Wäldern, Waldrändern, Hecken, sowie in Wiesen, Äckern und Gärten anzutreffen.

Gartenkreuzspinnen sind leicht an ihren hellen Flecken am Hinterleib zu erkennen, welche ein Kreuz bilden. Ihre Grundfarbe kann stark variieren, da sie ihre Färbung an die Helligkeit ihrer Umgebung anpassen kann. Mit einer Körperlänge von bis zu 18 mm bei den Weibchen bzw. etwa 10 mm bei den Männchen, zählt die Gartenkreuzspinne zu den größten heimischen Spinnenarten.

Ihre Ernährung besteht aus allen Insekten, die sie in ihren Netzen fangen können, wozu auch größere Insekten wie Wespen, Hummeln, Bienen, Fliegen, Schmetterlinge und auch Hornissen zählen. Die im Netz gefangene Beute wird von der Spinne gebissen und mit Spinnseide aus ihren Spinndrüsen umwickelt, wobei sie das Beutetier schnell mit ihren Beinen dreht. Die beim Biss abgegebenen Verdauungsenzyme zersetzten das Beutetier von Innen. Ist die Spinne satt, hängt sie ihre eingewickelte Beute als Vorrat an ihr Netz.

Die menschliche Haut kann vom Biss der Kreuzspinnen nur an den dünnsten Stellen durchdrungen werden, dieser ist aber nicht gefährlich und bleibt ohne langfristige medizinische Folgen. Es kann jedoch zu unangenehmen Symptomen an der Bissstelle kommen.

Die Paarungszeit der Gartenkreuzspinnen beginnt im August. Dabei Spinnen die Männchen einen Bewerbungsfaden an das Netz der Weibchen und zupfen daran. Ist das Weibchen paarungswillig, begibt es sich aus der Netzmitte zum Männchen. Die Männchen werden jedoch auch häufig von den größeren Weibchen gefressen. Nach der nur wenige Sekunden andauernden, jedoch mehrfach wiederholten Paarung, legt das Weibchen ihre Eier im Herbst in ein besonders fein gesponnenes, gelbliches Kokon ab und stirbt. Nach der Überwinterung der Eier im Kokon, schlüpfen die Jungtier im April / Mai. Die Jungspinnen werden erst nach einem weiteren Winter selbst geschlechtsreif.


Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis)

Dieses Insekt ist eine Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze.  

Für nähere Informationen klicken Sie hier auf die Wikipedia Internetseite.


Gehörnte Kreuzspinne (Araneus angulatus)

Auf diesem Foto sieht man ein großes Exemplar einer gehörnten Kreuzspinne.

Weitere Infos zu diesen Spinnenarten finden Sie auf Wikipedia.  


Buchenblattlaus (Phyllaphis fagi)

Bei dieser weißen "Fliege" handelt es sich um eine Buchenblattlaus.

Das auffällige weiße „Fell“ sind in Wirklichkeit Wachsfäden, welche von Poren am Rücken der Läuse ausgeschieden werden.  

Nähere Informationen über die Buchenblattlaus finden Sie auf Wikipedia.


Borstige Dolchwespe (Scolia hirta)

Dieses Insekt wird als Borstige Dolchwespe bezeichnet.  

Nähere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Kristallingestein (ein Silikatgestein)

Gestein aus der Gegend Tobadill. Unser Experte, Hr. Dr. Werner Schwarz, geht aufgrund der Fotozusendung bei diesem Stein von einem dunklen "Amphiboliten" mit "Heilfugen aus Quarz und einem schmalen Band Epidot (das hellgüne Querband)" aus. 

 


Alpen-Weißling (Pontia callidice)

Bei diesem Schmetterling handelt es sich um einen Alpen-Weißling; die Flügelunterseite lässt darauf schließen. 

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.

 


Europäische Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa)

Bei diesem Insekt handelt es sich um eine Europäische Maulwurfsgrille, ein Grabinsekt mit stark vergrößerten Vorderbeinen. Sie gehört zu den Langfühlerschrecken. Sie wurde so benannt da einerseits, ihre Vorderbeine zu großen Grabschaufeln umgewandelt wurden, und sie anderseits, wie der Maulwurf, unter der Erde lebt. Diese Art besitzt kräftige Mundwerkzeuge. Ein Biss kann deshalb auch teilweise sehr schmerzhaft sein.

Einige Arten sind in Westeuropa leider gefährdet. Allerdings stößt die Gefährdungsabschätzung aufgrund der unterirdischen Lebensweise und der dadurch schlechten Nachweisbarkeit oft an Grenzen.

Das Sekret, welches bei Verteidigung ausgeschüttet wird, wird schon lange in der Medizin als Heilsalbe verwendet

Weitere Informationen zur Europäischen Maulwurfsgrille finden Sie auf Wikipedia.

 

 


Bohrfliege (Tephritidae)

Diese Fliege stammt aus der Familie der Bohrfliegen, eine weitere Bestimmung auf Artniveau konnten wir auf Basis des Fotos nicht durchführen.

Weitere Informationen zu diesem Insekt finden Sie auf Wikipedia.


Schuppiger Porling (Polyporus squamosus)

Auf Laubholz vorkommender Pilz, dessen Hut bis zu 40 cm Durchmesser erreichen kann. (Bestimmung durch Eberhard Steiner)  

Weitere Informationen können Sie auf der Wikipedia Seite entnehmen.

 


Alpen-Gamskresse (Pritzelago alpina)

Kann als Alpenschwemmling bis in tiefe Lage verbreitet werden. Foto wurde eingereicht von Christina L. in der Nähe des Stempeljochs.

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.


Eisvogel (Alcedo atthis)

Der Eisvogel lebt am Gewässer und ernährt sich von Fischen, Wasserinsekten, Kaulquappen und Krebsen.

Nähere Informationen finden Sie hier auf der Wikipedia Seite.

 


Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Der schwanzlose Lurch benötigt kleine, zeitweise trockenfallende Gewässer zur Reproduktion.

Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia .

 


Rotrandiger Baumschwamm oder Fichtenporling (Fomitopsis pinicola)

Der Rotrandige Baumschwamm ist in allen Laub-, Nadel- und Mischwäldern zu finden. Auch außerhalb geschlossener Wälder, bei Lichtungen, in Parks und Gärten ist er anzutreffen.
Dabei wächst der Pilz an lebendem oder totem Holz wie an stehenden oder liegenden Stämmen, Stümpfen oder Ästen. Dabei tritt der Pilz in allen Phasen der Holzvermorschung auf.
(Wiki, Bestimmung durch Eberhard Steiner)


Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Der Rundblättrige Sonnentau kommt nur in Hochmooren vor und kann mit seinen klebrigen Drüsen kleine Insekten verdauen. Auf diesem eingeschickten Foto ist er zwischen Torfmoosen zu sehen.

Weitere Informationen zum Rundblättrigen Sonnentau können Sie auf der Wikipedia Seite im Internet finden.


Rundblättriges Täschelkraut (Thlaspi rotundifolium)

Diese Charakterart der Kalkschuttböden wird gerne von Gämsen gefressen. Foto wurde eingereicht von Christina L. in der Nähe des Stempeljochs.

Nähere Infos finden Sie hier auf Wikipedia.


Schwarzrandige Scharfgarbe (Achillea atrata)

Alpenpflanze der kalkreichen und steinigen Rasen, Fels- und Schuttfluren. Ein außergewöhnliches Exemplar aufgrund der zahlreichen Blütenblätter. 08.08.2015, Steinerne Rinne, Kaisergebirge, eingereicht von Andreas B.; bestimmt von Univ.-Prof. Brigitta Erschbamer, Universität Innsbruck, und Mag. Wolfgang Bacher, Natopia.


Steinröschen oder Gestreifter Seidelbast (Daphne striata)

Immergrüner, kalkliebender Zwergstrauch. 22.06.2015, Nähe Stempeljoch, eingereicht von Christina L.


Äsche (Thymallus thymallus) B

Die Äsche kommt in unseren größeren Fließgewässern vor, das Bild zeigt eine Isel-Äsche beim Ablaichen im Bereich der Michlbachmündung.



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