9. Tiroler Umweltfrühstück, 25.04.2017 - "Wildnis und Liebe"

Referent: Dr. Andreas Weber

Wie können wir liebevoller mit der Welt umgehen? Und miteinander?
Die Wildnis lehrt es uns. Weit davon entfernt, gewaltsam und chaotisch zu sein, zeigen uns natürliche Ökosysteme, wie Beziehungen in Gegenseitigkeit und Schönheit gelingen können.
Das Anthropozän ist angebrochen. Heute scheint kaum noch etwas natürlich. Alles, bis zum Eis der Arktis und dem Amazonaswald, trägt unseren Fingerabdruck. Sind Natur und Wildnis ein Auslaufmodell?
Oder haben wir sie bislang missverstanden? Was heißt wirklich wild? Schrankenlos? Oder selbstbestimmt? Schaut man in die Natur, so ist deren Wildnis nicht regellos, sondern gehorcht einer feinen Etikette von Geben und Nehmen. Ja, echte Wildnis ist sogar der Inbegriff der Beziehungsfähigkeit. Wie können wir uns die Wildheit zurückholen,ohne uns selbst oder andere zu zähmen oder zu benutzen?Kann eine ökologische Lebenskunst gelingen, in der Selbsts einzugleich Verbundensein bedeutet?

Anschließend stellt Johannes Kostenzer einen Konnex zur Bedeutung des Lebendigen in einem alpinen Landschaftraum, ausgezeichnet durch die Höhenamplitude, Gravitation, spezielle ökologische Nischen und Klima, dar.Lebendig im Alpenraum bedeutet Vielfalt und Nische. Er geht der Frage nach was der Verlust dieser Nischen, hinsichtlich eines zukünftigen attraktiven Lebensraumes für den Menschen, bedeutet.

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