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Piz Val Gronda - Bewahrung einer naturkundlichen Rarität oder schitechnische Erschließung?

 

Die schitechnische Erschließung des Piz Val Gronda beschäftigt die zuständigen Behörden, die Tiroler Umweltanwaltschaft sowie die verschiedensten Interessensvertretungen und NGO´s bereits seit Jahrzehnten.

Nunmehr ist das behördliche Ermittlungsverfahren beendet und hat die Tiroler Umweltanwaltschaft in ihrer Funktion als Partei im Naturschutzverfahren ihre abschließende Stellungnahme abgegeben.

 

Zum Projekt:

Geplant ist die schitechnische Erschließung des Piz Val Gronda (2.812 müA) südwestlich des bestehenden Schigebietes Ischgl durch eine Pendelbahn und einer Schipiste "Vesil". Damit sollte der obere Bereich des Vesiltales schitechnisch erschlossen werden und würden sich in Zukunft die Einhänge des Piz Val Gronda in das westlich gelegene Fimbatal für Variantenfahrer anbieten.

Das geplante Vorhaben liegt weitab der ehemaligen Schigebietsgrenzen und würde zu einer technischen Erschließung eines neuen großen Talausschnittes (Geländekammer des hinteren Vesiltales) führen.

 

Vor allem aufgrund der für den Ostalpenraum einzigartigen Geologie und der darauf aufbauenden, enormen botanischen Vielfalt spricht sich die Tiroler Umweltanwaltschaft klar und eindeutig gegen eine naturschutzrechtliche Bewilligung des Erschließungsprojektes aus.

 

Die schlussendlich ablehnende Haltung des Landes Tirol zu diesem Vorhaben wird somit seitens der Tiroler Umweltanwaltschaft begrüßt und gleichzeitig die Forderung erhoben, dieses naturkundliche Juwel Tirols für künftige Generationen zu bewahren.

 

Abschließende Stellungnahme der Umweltanwaltschaft vom 30.09.2010 (pdf; 103 KB)

 

Weiterführende Information:

Botanisches Gutachten der Universität Wien vom Juli 2009 (pdf; 7,5 MB)

Vogelkundliches Gutachten zur Situation des Steinhuhnes vom Juli 2010 (pdf; 1,66 MB)