Tiroler Naturschtzbeauftragte stellen sich vor

Diese Folge der Serie über die ehrenamtlichen Tiroler Naturschutzbeauftragten führt uns in das schöne Paznauntal, genauer gesagt in die Ortschaft Kappl/Langesthei auf 1.500 Meter. Dort lebt Otmar Siegele und man versteht sofort seinen Bezug zur Natur, wenn man den herrlichen Ausblick von seinem Haus aus sieht. Und das gibt Otmar Siegele auch als Grund an, warum er sich ehrenamtlich für die Natur engagiert: er sei auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen und habe so schon von klein an eine große Faszination für die Natur entwickelt. In seinem Berufsleben arbeitet der gelernte Metzger nunmehr als Zugbegleiter für die ÖBB und hat schon einige Berufe ausgeübt, die Liebe zur Natur hat ihn dabei immer begleitet.

„Die Natur kann sehr wohl ohne Menschen existieren, der Mensch aber nicht ohne Natur“ ist der Leitsatz von Otmar Siegele. Wenn man dabei das Leuchten in seinen Augen sieht weiß man, dass das sehr ernst gemeint und sein wichtigster Antrieb für die Tätigkeit als Naturschutzbeauftragter ist. Zusammen mit Dipl.-Ing. Dr. Stephan Tischler, ist er zuständig für den Bezirk Landeck und hat dadurch sehr oft mit der Tourismuswirtschaft zu tun. Dabei setzt er sich mit großer Energie dafür ein, dass die wirtschaftlichen Interessen in einen möglichst großen Einklang mit der Natur gebracht werden.

Einen großen Erfolg konnte er z.B. in Serfaus erreichen, wo 2015 ein großer Spielpark entstanden ist. Obwohl es von Anfang an viel Gesprächsstoff in der Bevölkerung darüber gegeben hat, wurden die Eingriffe in die Natur durch eine gute Zusammenarbeit des Bauträgers mit dem Naturschutzbeauftragten in einem erträglichen also vertretbaren Ausmaß gehalten. Generell sieht Otmar Siegele sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bevölkerung ein wachsendes Verständnis für den Naturschutz und warnt gleichzeitig, dass noch viel Arbeit zur Erhaltung unserer Umwelt vor uns liegt. Wichtig ist ihm auch zu sagen, dass es in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nicht darum geht, zu sagen, das und das geht nicht, sondern um eine für alle Parteien vernünftige Lösung – im Sinne der Natur. Denn wie gesagt, die Natur kann sehr wohl ohne Mensch bestehen – umgekehrt ist das nicht so. Und manchmal hilft es vielleicht, die Welt von 1.500 Metern aus, also von oben, zu betrachten, wie es der ehrenamtliche Tiroler Naturschutzbeauftragte Otmar Siegele jeden Tag machen darf.

Das ganze Interview mit Otmar Siegele, das auch aufgezeichnet wurde, können Sie hier nachhören.