Projekt Alte Tiroler Getreidesorten - aktuelle Zahlen

Die Initiative „Alte Tiroler Getreidesorten“ unterstützt Bio-Bauern beim Anbau und der Vermarktung von Tiroler Landsorten. Sie wird von der Tiroler Umweltanwaltschaft in Kooperation mit Projektpartnern durchgeführt.

2019 nahmen 30 Betriebe am Projekt teil und pflanzten Sorten wie Chrysanth Hanserroggen, Steiner’s Roter Tiroler Kolbendinkel, Rinner Winterweizen (Wintergetreide), Tiroler Früher/Mittelfrüher Binkel, Tiroler Sommerroggen, Sechszeilige Pumpergerste und Obernberger Schwarzhafer (Sommergetreide). Insgesamt konnten auf 51 Äckern die o.g. Sorten angetroffen werden. Auf 43 Feldern wurden aus eigenem Nachbau angebaut, für 8 Schläge wurde Saatgut von der Tiroler Genbank und Tiroler Saatbau bezogen. Im Rahmen des Projekts wurde auf einer Gesamtfläche von ca. 20,78 ha Bio-Getreide geerntet. 

Der Großteil der Bio-Betriebe hat für den Eigengebrauch angebaut – so wird die Ernte als Futtergetreide, zum Brotbacken oder zur Direktvermarktung verwendet. 11 Bio-Betriebe haben ihre Ernte von knapp 17 Tonnen feldfallend über Bio Austria an Bioalpin geliefert. Dieses Getreide fließt in verschiedene „BIO vom BERG“  Produkte wie Haferflocken, Müsli und Schüttelbrot. 3 Betriebe liefern an den verpackungsfreien Laden Greenroot. Und die Edelbrennerei Kostenzer bietet Obernberger Schwarzhafer Whisky an.

Der Anbau alter Landsorten ist ein Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt. Neben der Erhaltung von Sorten- und Kulturvielfalt fördert das Projekt auch die Schaffung von Brut- und Lebensräumen für selten gewordene Pflanzen- und Tierarten. 

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