Beschwerde zu: UVP-Bescheid Speicherkraftwerk SKW Kühtai

Bedingt taugliche Anlagenkonfiguration verbunden mit erheblichen Eingriffen in die Tiroler Natur?

Das beeindruckende und artenreiche Längental.

Moore und Feuchtgebiete begleiten den Längentalbach.

Der Fischbach im Bereich der Sulztalalm.

Der einzigartige Ursprung des Schranbaches, der zur Gänze überbaut werden soll.

Der Winnebach direkt oberhalb der geplanten Wasserfassung.

Der Unterbergbach (Ruetzursprung) im Bereich der Doppelfassung.

Der Unterbergbach kurz oberhalb der Querung mit dem WildeWasser-Steig.

Übersicht über die bestehenden (roten) und geplanten (orangen) Wasserfassungen des SKW Kühtai im Ruhegebiet Stubaier Alpen.

Beispiel einer bestehenden Wasserfassung des KW Sellrain-Silz am Lüsener Längentalbach.

Mit Bescheid vom 24.06.2016 genehmigte die Tiroler Landesregierung die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz durch das neue Pumpspeicherkraftwerk Kühtai.

Das Vorhaben kann nach Ansicht der Umweltanwaltschaft aufgrund der vielfachen und massiven Eingriffe in hochwertige Naturräume nicht als maßvoll bzw. zukunftsfähig betrachtet werden. Zudem ist die energiewirtschaftliche Sinnhaftigkeit nicht bzw. nur sehr bedingt erkennbar.
Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft liegt dadurch die Kosten-Nutzen-Relation aufgrund der zahlreichen und schwerwiegenden Eingriffe in die Natur und den sich aus dem Vorhaben ergebenden energiewirtschaftlichen Vorteilen deutlich im negativen Bereich:
Das naturkundlich höchst bedeutsame Längental soll zerstört werden, die letzten von der Wasserkraft unberührten Wildbäche des Ruhegebietes Stubaier Alpen sollen über ein ökologisch vertretbares Ausmaß abgeleitet und damit in ihrer Lebensraumeignung und Erholungsqualität für den Menschen erheblich beeinträchtigt werden. Demgegenüber sind aus unserer Sicht deutliche energiewirtschaftliche Schwächen in der Anlagenkonfiguration der geplanten Erweiterung des Kraftwerkes Sellrain-Silz erkennbar.

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtshofes wurde der Beschwerde zum Teil Recht gegeben und der erstinstanzliche Bescheid abgeändert. Im Wesentlichen wurden Ersatzmaßnahmen für die Zerstörung der Moor-Lebensräume im Längental sowie ergänzende gewässerökologische Maßnahmen zur Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt vorgeschrieben.

Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 03.08.2017

Beschwerde der Tiroler Umweltanwaltschaft (8 Mb)

Anhang 1 Vegetation Laengental (31 Mb)

Anhang 2 Gutachten zu Erholungswert (14 Mb)

Anhang 3 Alpenkonventionsgutachten zur Novelle Ruhegebiete

Anhang 4 Gutachten Prof. Gamper Ruhegebiet Kalkkoegel

Anhang 5 Gewaesseroekologie Schranbach Herbst2014

Anhang 6 Gewaesseroekologie Schranbach Fruehjahr2015

Anhang 7 Energiewirtschaftliche Bewertung (4,5 Mb)

Anhang 8 Gewaesser Sulzbachtal_Plausibilitaetspruefung (2,8 Mb)

 

Kurzvideo-Fischbach unterhalb geplanter Wasserfassung

Kurzvideo-Bestehende Wasserfassung am Kraspesbach

 

 

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