Die betroffene Wiesenfläche weist eine Größe von rund 3.000 m² auf und liegt direkt östlich des Ortsteiles Neugötzens oberhalb der Landesstrasse Mutters-Neugötzens. Die gesamten Wiesenflächen in diesem Gebiet sind typische 3-Schnittwiesen und weisen eine entsprechende Artausstattung auf. Das Grünland im weiteren Untersuchungsgebiet wird Ende Mai/Anfang Juni das erste Mal gemäht (Ähren-Rispen-Schieben laut Phänologiekarte der Abteilung Umweltschutz: 20.-23.05.).
Nach Gesprächen mit dem betroffenen Bewirtschafter wurde vereinbart, die gegenständliche Wiese zum Zwecke eines Naturschutzmonitorings bis circa Ende August stehen zu lassen.
Unter Beteiligung verschiedenster Experten für die Bereiche Botanik, Schmetterlings-, Bienen- und Heuschreckenfauna, Kleinsäuger inkl. Fledermäuse, Schneckenfauna und Ornithologie soll in der Zeit zwischen 5.07. und 20.07.2009 der Frage nachgegangen werden, in wieweit das Stehen lassen einer "mittelintensiv" genutzten Wiese als struktur- bzw. nahrungsgebendes Element aus naturkundlicher Sicht differenziert nach den oben angeführten Bereichen von Vorteil ist.
Dabei wird ökologischen Fragestellungen wie z.B.: Ist die Artausstattung in der betroffenen Wiese höher als in den benachbarten Wiesen? Kommt es zum Einwandern bestimmter Arten aus der Umgebung? Bietet die Struktur der hohen Wiese Schutz für Vögel und Kleinsäuger? Jagen Fledermäuse bevorzugt im Bereich dieser Wiese? ....etc. nachgegangen werden.
Je nach Ergebnis dieses Pilotprojektes wird ein mehrjähriges Monitoring der Wiese angedacht werden, da sowohl der Besitzer als auch der Bewirtschafter am Projekt selbst Interesse zeigen und sich bereit erklärt haben, die Wiese auch zukünftig für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen.
Projektpartner:
Landwirt und Bewirtschafter vor Ort
Projektkoordination:
Mag. Michael Reischer
0676/885083484
Projektlaufzeit:
15. Juni - 30. November 2009
Zusammenfassung der Ergebnisse (.pdf)