FUTOURIST im Tiroler Oberland

 

Das Obere Gericht bildet durch seine Lage an der Achse Engadin/Inntal-Reschen-Vinschgau den Kern der Ostalpen. Spuren unterschiedlichster Entwicklungen und Bewegungen der Menschen und natürlichen Ursprungs sind hier noch in den heutigen Natur- und Kulturlandschaften vielerorts sichtbar, weil sie gelebt werden. Sie erlauben einen Blick zurück in eine frühere Welt und auf die Entwicklung der Menschheit in der Natur der Alpen.

 

 

Sternenwanderungen im Gepatsch

Termine: 20.7., 17.8. & 14.9.2018

Die Sichtbarkeit und Deutung der Sterne hatte immer schon großen Einfluss auf die Menschen. Auch im Gebiet des Tiroler Oberlands und im Kaunertal fanden sich im Lauf der Jahrtausende unterschiedliche Entwicklungen und Kulturen, die eine starke Verbindung zum Sternenhimmel besaßen, wie die Römer und bereits davor die Räter und Kelten. 
Voraussetzung für einen faszinierenden Sternenhimmel war und ist immer noch die Erkennbarkeit der Sterne für das menschlichen Auge, die stark von der Dunkelheit des Nachthimmels abhängt. Orte, die solch einen dunklen Nachthimmel bieten, sind in der heutigen Zeit mit all ihren künstlichen Überstrahlungen selten geworden. 
Das Kaunertal ist ein solcher Ort.
Erleben Sie an einem der dunkelsten Orte Österreichs im Gepatsch, auf über 2000m an der Kaunertaler Gletscherstraße gelegen, einen unvergesslichen Blick in einen unglaublich dunklen Nachthimmel. Kommen Sie den Sternen auf rund 2000m Seehöhe so nahe wie nie zuvor!

 

Anmeldungen unter: office@dont-want-spam.kaunertal.com

 

Erlebnis Bergheu
Termine: 9. - 12.7.2018

 

Heumahd in Steillagen –  Lebendiges Erbe alpiner Landwirtschaft im Oberen Gericht
Seit der Mensch in den Alpen Vieh hält, besteht die Notwendigkeit zur Anlage von Futtervorräten für den Winter. Wie viele andere Neuerungen in der anfänglichen Landwirtschaft der Alpen kam vermutlich auch die Mahd der Bergwiesen von Süden her nach Tirol und somit durchs Obere Gericht. 
Im Laufe der Jahrtausende wurde das natürliche Offenland der Region sukzessive durch Rodung von Wald und Kultivierung der Landschaft vergrößert. Die so entstandenen Wiesen und Bergmähder waren und sind aber nicht nur Wirtschaftsflächen, sondern ermöglichen auch eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen- und Insektenarten.
Diese Pflege einer Kulturlandschaft mit jahrtausendealten Wurzeln im Einklang mit der Natur wird im Oberen Gericht bis heute gelebt. Sie ist nach wie vor Existenzgrundlage vieler hier arbeitender Menschen und viehhaltender Höfe.
Erleben Sie im Oberen Gericht die Heumahd hautnah! Seien Sie dabei, wie im Einklang mit der Natur der Alpen hochwertiges Futter entsteht und legen Sie selbst Hand an, in jahrtausendealter Weise Kulturlandschaft und Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere zu pflegen.

 

Anmeldungen unter: office@dont-want-spam.tiroler-oberland.com

 

Zu den Proashöfen

Pfundser Besiedelungsgeschichten  - Traditionsbewusstes Leben am Extrem
Termine: 24.7., 05.08., 16.08.2018
 
Die Besiedelung des „Kern der Ostalpen“ war immer geprägt vom Spiel mit den Grenzen des Möglichen. Nur wer im Einklang mit der Natur lebt, hat eine Chance, denn die Natur ist stärker. In Pfunds gibt es einen besonderen Ort, an welchem dieses Wechselspiel bis heute besonders deutlich seine Spuren hinterlassen hat – Proas.
Vermutlich nicht zuletzt aufgrund der Abgeschiedenheit bewahrte sich hier uraltes. Der Name „Proas“ geht auf das romanische Wort „parei“ zurück, das „Wand“ bedeutet. 
Das tägliche Leben „in der Wand“ brachte einige Beschwerlichkeiten mit sich. Lawinen- und Absturzgefahr bei der täglichen Arbeit und am Weg ins Dorf sind nur einige davon. Um 1900 wurden den Bewohnern diese Beschwernisse letztlich zu viel. Der letzte „Proaser“ verließ die Höfe.
Doch der wesentliche, lebensspendende Teil der Proashöfe ist nicht aufgegeben worden. Bis heute werden die Proaser Bergwiesen von äußerst traditionsbewussten Pfundser Bauern bewirtschaftet. Bis heute ist das aufgrund der Lage und Steilheit Handarbeit, bis heute lebt hier eine uralte, intakte alpine Kulturlandschaft mit einer unglaublichen Vielfalt an Pflanzen- und Insektenarten.
Wandern Sie auf den Spuren der „Proaser“ von damals wie heute. Geführt von Gisela Lentsch, Naturführerin, Kräuterpädagogin und Expertin des bergbäuerlichen Lebens im Tiroler Oberland bietet sich Ihnen eine intensive Begegnung mit einem wahrlich besonderen Ort in der Geschichte des Oberen Gerichts, die bis heute fortlebt.

 

Anmeldungen unter: pfunds@dont-want-spam.tiroler-oberland.com