Örtliche Raumordnungskonzepte als Versprechen in die Zukunft...

...sind ein wichtiges Instrument für die Entwicklung des Landes Tirol. Ganz aktuell hat die Stadt Innsbruck nach Jahren der Vorbereitung und Planung jetzt die Neuauflage des örtlichen Raumordnungskonzeptes für den gesamten Stadtraum aufgelegt. Die unterschiedlichen Interessen für Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft, Erholung, Bewahrung von Naturschätzen etc. unter einen Hut zu bringen, ist dabei wahrlich nicht einfach.

Das neue Innsbrucker Raumordnungskonzept ÖROKO 2.0 besteht aus vielen hundert Seiten und Plänen - in deren Vorbereitung die Tiroler Umweltanwaltschaft konstruktiv eingebunden war. Das hat den Vorteil, dass man frühzeitig auf Entwicklungen aufmerksam machen kann, die möglicherweise noch zu korrigieren sind. Das ÖROKO 2.0 ist kein völlig neues örtliches Raumordnungskonzept für die Landeshauptstadt Innsbruck, sondern die Fortschreibung des ÖROKO 2002.

Gerade Themen wie Windverfrachtung oder klimatische Gegebenheiten, die durchaus eine Bedeutung für die Weiterentwicklung einer Stadt haben können, sind in so einem Bearbeitungsrahmen auch von Bedeutung. So ist z.B. das grüne Band entlang der Achse vom Flughafen bis zur Höttinger Au zwischen der Bahnstrecke nach Mittenwald und der Kranebitter Allee nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wichtig für das Klima in der Stadt. Damit wird nämlich Wind, der das Stadtklima entscheidend beeinflusst, in einer Sogwirkung in die Stadt hereingeführt. Dies wirkt sich positiv auf die Luftgüte aus.

Diese Dinge von Beginn an mitzudenken ist eine große Herausforderung, die gerade in einer größeren Stadt aufgrund der dort oftmals entgegengesetzten Interessen schwieriger ist, als vielleicht in einem kleinen Dorf. Insgesamt ist das örtliche Raumordnungsgesetz aber generell von Bedeutung, nicht umsonst unterstützt das Land Tirol die Gemeinden bei der Digitalisierung der benötigten naturkundlichen Erhebungen. Dadurch entsteht wieder ein Mehrwert für alle Beteiligten, um in Zukunft rasch und effizient planen zu können.

Mehr Infos dazu finden Sie im Link.

Detaillierte Infos zum Entwurf des örtlichen Raumordnungskonzeptes Innsbruck gibt es hier