Good2know: Empfehlungen der Tiroler Umweltanwaltschaft für Singletrails und Downhill-Strecken

Das Mountainbiken und Downhillen erlebt derzeit einen deutlichen Boom in Tirol. Dieser Trend schlägt sich auch in der Anlage zahlreicher neuer Mountainbike- und Downhillstrecken nieder.


Allein im vergangenen Jahr wurden rund 50 neue Strecken in Tirol errichtet, letztendlich auch um das Angebot für den Sommertourismus zu erweitern und zu attraktivieren. Um hier negative Auswirkungen bereits im Frühstadium zu vermeiden, hat die Tiroler Umweltanwaltschaft Empfehlungen ausgearbeitet.

Diese Empfehlungen richten sich vor allem an Planungsbüros, AntragstellerInnen sowie BetreiberInnen und sollen als Orientierungshilfe zu mehr Planungssicherheit führen. Damit sollen vor allem spätere Konflikte insbesondere mit den Interessen des Naturschutzes vermieden werden.

Das betrifft zunächst die Planungsphase: hier sollen Eingriffe in das Landschaftsbild vermieden und bestimmte Gebiete bzw. naturkundlich wertvolle Standorte (wie Moore, Gewässer, oder Waldbiotope) ausgespart werden. Neue Strecken und Trassen sollten nach Möglichkeit innerhalb bestehender Skigebiete und durch Nutzung der schon bestehenden Infrastruktur errichtet werden. In der Bauphase sollte dann bedacht werden, dass sich die Trassenführung möglichst gut ins Gelände einfügt, heikle Stellen der Strecke händisch bearbeitet  und durch geeignete schonende Bauweisen Erosionen vermieden werden können.

Zu beachten ist auch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Bau der Strecke. Um geschützte Vögel möglichst wenig zu stören, sollten die Baumaßnahmen in ornithologisch sensiblen Bereichen außerhalb der Brutzeit umgesetzt werden.

Damit eine naturschonende Umsetzung der Baumaßnahmen gewährleistet ist, empfiehlt sich die Bestellung einer ökologischen Bauaufsicht.

In der Betriebsphase sind regelmäßige Kontrollen zum Zustand der Strecken und - falls erforderlich - entsprechende Wartungsarbeiten notwendig. Besonders nach Starkregen- und Sturmereignissen sollten die Singletrails und Downhillstrecken auf Schäden kontrolliert werden.

Hier finden Sie den Link zum Positionspapier der Tiroler Umweltanwaltschaft.