Räumschneeeinbringung in Gewässer - Leitfaden der Abteilung Wasserwirtschaft bietet Orientierung

Der viele Schnee bringt nicht nur Freude. Vor allem die Räumdienste der Gemeinden sind in diesen Wochen sehr gefordert. Und da stellt sich schnell die Gretchenfrage: wohin mit dem geräumten Schnee? Aus den Augen, aus dem Sinn mag manchmal verlockend sein, und der naheliegende Bach scheint eine willkommene Möglichkeit zur Entsorgung des Schnees. Um eine möglichst umweltverträgliche Altschneeentsorgung zu gewährleisten hat die Abteilung Wasserwirtschaft einen Leitfaden zur „Räumschneeeinbringung in Gewässer“ erarbeitet.

Leider sieht man nichts desto trotz immer wieder, dass die mit der Entsorgung des Schnees beauftragten Räumungsunternehmen ganze Schneehaufen einfach in nahegelegene Gewässer einbringen, was eine Reihe von mechanischen, chemischen und physikalischen Beeinträchtigungen und damit negative Auswirkungen auf die Wasserqualität sowie auf die in den Gewässern lebenden Tiere und Pflanzen haben kann. Beschwerden aus der Öffentlichkeit gegen diese Praxis kommen vor allem von ökologisch-fischereilicher Seite. 

Besser als Räumschnee in den Bach zu kippen ist jedenfalls, diesen auf im Winter nicht benötigten Parkflächen oder auch auf intensivlandwirtschaftlichen Wiesenflächen zu deponieren. Nur wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann nach vorheriger wasserrechtlicher Bewilligung und unter Einhaltung der fachlichen Vorgaben (wie  z.B. keine Schneeeinbringung in Gewässer mit weniger als 2,5m  Sohlbreite) Räumschnee in Fließgewässer eingebracht werden. 

Den Leitfaden „Räumschneeeinbringung in Gewässer“ der Abteilung Wasserwirtschaft des Amtes der Tiroler Landesregierung können Sie hier downloaden.