Tiroler Naturschutzbeauftragte stellen sich vor

Heute stellen wir Ihnen den 33-jährigen Naturschutzbeauftragten Toni Feiersinger vor. Er ist schon seit 7 Jahren im Bezirk Kitzbühel in Sachen Naturschutz tätig. Nach dem Abschluss der HAK Kitzbühel und einem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck ist Toni Feiersinger heute Landwirt im elterlichen Betrieb und zusätzlich als selbständiger Handelsagent tätig.

Als Triebfeder, Naturschutzbeauftragter für die Tiroler Umweltanwaltschaft zu werden, nennt Toni Feiersinger seine frühe Leidenschaft, in der Natur und in den Bergen unterwegs zu sein. Besonders reizvoll an der Tätigkeit sei für ihn die Querverbindung zwischen Landwirtschaft und seiner Ausbildung als Betriebswirt. Denn durch seinen beruflichen Background könne er in den Verfahren durchaus mehrere Positionen gut verstehen, was die Sache oft besonders interessant mache. Die Herausforderung dabei sei es, dennoch zu einer aus naturschutzrechtlicher Sicht bestmöglichen Lösung für die Mandantin Natur zu gelangen.

Wie sieht es seiner Meinung nach mit dem Verständnis für den Naturschutz unter den Menschen in seinem Bezirk aus? Die Situation sei sehr unterschiedlich. Oftmals werde man mit offenen Armen empfangen, wenn es um Verbesserung von naturschutzrechtlichen Belangen geht; man stoße aber ebenso auf festgefahrene Strukturen. Insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich könne und müsse noch viel an Sensibilisierungsarbeit geleistet werden.

Sein Wunsch hinsichtlich der Naturschutzverfahren? Es wäre schön, wenn im Vorfeld von Projekten noch mehr dafür gesorgt werden könnte, die verschiedenen Interessensgruppen zusammenzubringen und die unterschiedlichen Themen und Begehrlichkeiten zu diskutieren. So könne man eventuelle Verbesserungsvorschläge zeitgerecht umsetzen und es könne leichter ein für jede Interessensgruppe vertretbarer und vor allem naturschutzgerechter Kompromiss gefunden werden.

Das ganze Interview mit Toni Feiersinger können Sie hier nachhören.