Problem Schneeräumung, Split- und Salzstreuung

Wenn SkifahrerInnen über den Neuschnee auf den Bergen jubeln, laufen gleichzeitig in den Gemeinden die Räumungsarbeiten auf Hochtouren.

Aber noch bevor die tatsächliche Schneeräumung beginnt, wird im Vorfeld Salz auf den Straßen ausgestreut, um die anschließende Schneeräumung zu erleichtern. Der zusammengeschobene Schnee wird dann oft in naheliegende Gewässer gekippt. Das ist vor allem dann problematisch, wenn es sich um mehrere Tage alten Schnee handelt, in dem sich neben dem Salz auch andere Schadstoffe wie Schmutz, Abgase und Feinpartikel gesammelt haben. Letztere gelangen durch die Entsorgung der Schneemassen direkt  in das Wasser. In der Umweltanwaltschaft häufen sich in den Wintermonaten deshalb die Beschwerden durch aufmerksame BeobachterInnen dieser unsachgemäßen Vorgangsweise.

Die Abteilung Wasserwirtschaft des Amtes der Tiroler Landesregierung hat in diesem Zusammenhang einen Leitfaden „Räumschneeeinbringung in Gewässer“, entwickelt. Dieser soll helfen, Schäden vor allem an kleineren Gewässern zu vermeiden. Letztere sind durch die Zufuhr chemischer Substanzen oder auch von Rollsplit im Schnee stärker betroffen, als ein großer Fluss - beispielsweise der Inn. In Gewässer, die weniger als 10 Meter Breite haben, soll generell kein Räumschnee eingebracht werden. Bei größeren Gewässern darf der Schnee nicht älter als 48 Stunden sein und nur an eigens dafür vorgesehene Stellen in ein Gewässer eingebracht werden. Vom benetzten Gewässer dürfen nur maximal 50% mit Räumschnee bedeckt sein. Diese Vorgaben und noch einige mehr finden Sie direkt im Leitfaden zur Räumschneeeinbringung. 

Hier finden Sie den Link zum Leitfaden der Wasserwirtschaft.