Trendsport Downhillen wird immer beliebter

Positionspapier„Good2know“ enthält Empfehlungen der Umweltanwaltschaft für die Anlage von neuen Downhillstrecken und Singletrails.

Radfahren ist „in“ bei den Tirolerinnen und Tirolern, und nachdem bis Mitte Dezember kein Schnee lag, nutzten viele RadsportlerInnen nach wie vor die Möglichkeit, zu biken. Dazu hat Ende November eine Expertentagung auf Initiative der Stadt Innsbruck und dem ständigen Sekretariat der Alpenkonvention stattgefunden. Sowohl der Bereich der Alltagsnutzung (Stichwort e-Bike) als auch das Mountainbiken und Downhillen hat in den letzten Jahren einen enormen Boom erfahren. Dementsprechend werden viele neue Singletrails und Downhillstrecken in den Bergen sowie Radwege in den Tälern errichtet. Die Tiroler Umweltanwaltschaft ist hier oft schon bei der Konzeption und Umsetzung von neuen Strecken befasst und arbeitet dafür u.a. mit der Abteilung Straßenerhaltung vom Land Tirol und ausführenden Planungsbüros zusammen. 

Um potentielle Konflikte bei der Errichtung von Singletrails und Downhillstrecken insbesondere mit den Interessen des Naturschutzes zu minimieren, hat die Tiroler Umweltanwaltschaft ein Positionspapier erarbeitet, das Empfehlungen für die Planungs-, Bau- und Betriebsphasen beinhaltet. 

Bei der Planung ist vor allem wichtig, dass neue Anlagen außerhalb von Schutz- und Feuchtgebieten, Wild-Ruhezonen, Gewässern und Waldbiotopen entstehen. Außerdem sollten sie örtlich so geplant werden, dass schon bestehende Infrastruktur genutzt und das Landschaftsbild weitgehend bewahrt werden kann. 

Bei der Bauphase sollten die Arbeiten so gelegt werden, dass der Lebensraum der Tiere in sensiblen Zeiten wie der Brut- oder der Brunftzeit möglichst wenig gestört wird. Außerdem wird empfohlen, in naturkundlich besonders sensiblen Bereichen die Trassen möglichst händisch und damit naturschonend zu errichten. 

In der Betriebsphase ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen und Wartungsarbeiten sicher zu stellen, um auf Erosionen oder andere Schäden schnell reagieren zu können. Zusätzlich sind bei Bedarf Maßnahmen zur Absicherung gegen das Befahren von querenden bzw. parallel verlaufenden Wanderwegen bzw. gegen das Querfeldein-Fahren zu ergreifen. 

Das Positionspapier„Good2know“ können Sie hier nachlesen.