Eine Sondereinrichtung
des Landes Tirol
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Stellungnahmen & Berufungen

Ausgewählte Stellungnahmen und Berufungen im Rahmen von Verfahren sollen in aktuellen Angelegenheiten des Naturschutzes informieren und Standpunkte der Umweltanwaltschaft erläutern.

 

Dabei entspricht die Tiroler Umweltanwaltschaft ihrem gesetzlichen Auftrag zur Information in den Angelegenheiten des Naturschutzes (TNSchG 2005, § 36) sowie ihrer Verpflichtung zur Veröffentlichung von Umweltinformationen (Tiroler Umweltinformationsgesetz 2005).

Die Tiroler Umweltanwaltschaft gibt in naturschutzrechtlichen Verwaltungsverfahren Stellungnahmen ab.

Der Grossteil der naturschutzrechtlichen Verfahren, in denen die Tiroler Umweltanwaltschaft Parteistellung hat, wird positiv abgeschlossen (zB. 2008 93%). In einigen Fällen sieht die Tiroler Umweltanwaltschaft allerdings die Interessen der Natur nicht ausreichend gewahrt und legt Berufung ein, um das Projekt von der höheren Instanz nochmals prüfen zu lassen (zB. 2008 in 12 Fällen).

Letzte Aktualisierung: 19.04.2012

 

Rennstrecke für Modellautos, Radfeld

Der Betrieb einer Modellauto-Rennstrecke unmittelbar angrenzend an einen schützenswerten Auwaldrest wird zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensraumqualität dieses gesetzlich geschützten Sonderstandortes insbesondere durch Lärm führen.  ...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 29.03.2012

Hubschrauberhochgebirgs-Landelehrgang, Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern

Alljährlich erfolgt die Bewilligung eines Hubschrauberlehrganges des Bundesheeres für den Bereich des Nationalparks Hohe Tauern.
Wie jedes Jahr ergeht die Berufung des Landesumweltanwaltes zu diesem geplanten Vorhaben in der Überzeugung, dass ein international annerkanntes alpines Schutzgebiet in der für die Wildtiere und Vögel sensibelsten Zeit keinen geeigneten Raum für Trainingsflüge und -landungen darstellt ...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis der Tiroler Landesregierung vom 14.02.2012 wurde die Berufung des Landesumweltanwaltes als unbegründet abgewiesen. Die Berufungsbehörde konnte somit innerhalb eines Tages sämtliche Berufungsgründe als unbegründet abweisen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 13.02.2012

Großflächige Auwaldrodungen im Talboden, Lavant

Für den Anbau von Spargel sollen über 8.000 m² schützenswerter Auwaldfläche im Bereich des Lavanter Talbodens dauerhaft gerodet werden. Als Ersatz soll ein bestehender Fichtenwald in eine Hartholzau überführt werden.
Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich entschieden gegen die dauerhafte Entfernung des betroffenen Auwaldes aus: Erstens werden die Ersatzmaßnahmen erst in Jahrzehnten greifen und zweitens kann Spargel auch auf bereits derzeit landwirtschaftlich genutztem Grund angebaut werden...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 10.02.2012

Einrichtung einer Winterteststrecke, Längenfeld

Im Ortsteil Bruggen, Gemeinde Längenfeld soll eine Winterteststrecke für Kraftfahrzeuge in Form eines Rundkurses auf einem mehrmähdigen Grünland errichtet werden. Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich unter Verweis auf die Alpenkonvention und unter Verweis auf die bestehenden Tiroler Fahrtechnikzentren eindeutig gegen eine derartige Benützung landwirtschaftlicher Flächen aus...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 26.01.2012

Einrichtung einer Winterteststrecke, Kühtai

Im Hochtal oberhalb der Zirmbachalm soll eine Winterteststrecke für Kraftfahrzeuge inmitten almwirtschaftlicher Wiesen und Weiden eingerichtet werden. Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich unter Verweis auf die Alpenkonvention und unter Verweis auf die bestehenden Tiroler Fahrtechnikzentren eindeutig gegen eine derartige Benützung des alpinen Raumes aus...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 25.01.2012

Errichtung des Kraftwerkes Haslach, Kals am Großglockner

Für die Tiroler Umweltanwaltschaft steht fest, dass es sich bei dem geplanten Kraftwerk um ein Wasserkraftwerk innerhalb einer Kraftwerkskette handelt und damit das entsprechende Verfahren nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz anzuwenden ist ...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis des Umweltsenates ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 11.01.2012

Bau eines Schlepperweges zwischen Thaurer Rosskopf und Vintlalm, Thaur

Die Tiroler Umweltanwaltschaft geht davon aus, dass der illegal errichtete Weg auf Fußwegbreite zurückgebaut und die Böschungen rekultiviert werden...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 05.01.2012

Bau des City Coasters, Imst

Für die Tiroler Umweltanwaltschaft ist das Projekt "City Coaster" mit den Zielen des geschützten Landschaftsteiles Rosengartenschlucht unvereinbar. Auch aus forstfachlicher Sicht wurde darauf hingewiesen, dass das Projekt mit untolerierbaren Beeinträchtigungen der Hauptfunktionen des Waldes einhergeht ...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 03.01.2012

Bau eines Heizwerkes im Auwald, Golfplatz Lavant

Das geplante Biomasseheizkraftwerk würde in einem der letzten größeren Auwaldbestände der Gemeinde Lavant zu liegen kommen. Dieser Auwaldbestand wird durch die naturschutzrechtliche Bewilligung des Golplatzes durch Vorschreibungen geschützt. Warum nun entgegen dem Bewilligungsbescheid des Golfplatzes eine Bewilligung zur Rodung eines Teiles dieses Auwaldes erteilt wurde, ist für die Tiroler Umweltanwaltschaft nicht mehr nachvollziehbar...  

 

Stand des Verfahrens: Aufgrund der Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft entschloß sich die Antragstellerin, entsprechende Ausgleichflächen anzubieten, diese künstlich abzusenken und mit Auwaldgehölzen zu bepflanzen. Damit ist aus unserer Sicht ein entsprechender Ausgleich gegeben und wurde gegen die modifizierte, erneute Bewilligung vom 23.02.2012 nicht mehr berufen.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 02.01.2012

Bau eines Kraftwerkes am Ehrenbach, Kitzbühel

Das geplante Wasserkraftwerk würde Bäche fassen, die aufgrund ihrer kleinen Einzugsgebiete die Mindestanforderungen gemäß Kriterienkatalog Wasserkraft bei weitem nicht erreichen....  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 14.11.2011

Ausbau und Beleuchtung des Rodelweges, Söll

Der bestehende Rodelweg soll verbreitert und beleuchtet werde. Die Tiroler Umweltanwaltschaft erhebt keinen Einwand gegen diese geplanten Maßnahmen, fordert jedoch eine zeitliche Befristung, um auf laufende Entwicklungen im Beleuchtungsbereich bestmöglich reagieren zu können ....  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungsvorentscheidung der Bezirkshauptmannschaft Kufstein vom 08.09.2011 wurde der Berufung Folge gegeben und die Bewilligung bis 15.03.2018 befristet.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 02.09.2011

Bau eines Beachvolleyballplatzes, Kramsach

Die Einreichunterlagen zum Bau eines Volleyballplatzes am Ufer des Reintaler Sees sind aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft mangelhaft. Zudem ist von deutlichen Beeinträchtigungen im sehr sensiblen Uferschutzbereich auszugehen....  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 31.08.2011

Pumpspeicherkraftwerk Kühtai

Die TIWAG Tiroler Wasserkraft AG ersuchte um Erteilung der Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb des „Speicherkraftwerkes Kühtai“. Dafür sollen vor allem ein Speicher, Wasserfassungen und Pumpsysteme als Erweiterung zur bestehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz errichtet werden. Im Zuge des dazu notwendigen UVP-Verfahrens hat die Tiroler Umweltanwaltschaft folgende Stellungnahme abgegeben.

 

Stand des Verfahrens: laufendes UVP-Verfahren

 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 23.08.2011

Erweiterung des Schigebietes Unterbergalm, Schwendau/Hippach

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft wird die geplante Schigebietserweiterung in Richtung Pangert zu erheblichen und großen Umweltauswirkungen führen. Diese Einschätzung wurde durch ein externes naturschutzfachliches Gutachten bestätigt.
Damit geht die Tiroler Umweltanwaltschaft von einer UVP-Pflicht zur Genehmigung/Ablehnung dieses Vorhabens aus und legte gegen den Feststellungsbescheid der Behörde Berufung beim Umweltsenat ein....  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 18. November 2011 (US 4B/2011/21-10) folgt der Umweltsenat den Berufungsgründen der Tiroler Umweltanwaltschaft und stellt fest, dass für das beantragte Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVP-G 2000 durchzuführen ist.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 18.08.2011

Wegbau Bächental, Eben am Achensee

Das erste Wegteilstück zwischen Stallenalm und Fonseiten-Niederleger wurde mit fünf Meter Breite! ohne Bewilligung bereits errichtet. Das zweite Teilstück zum Fonseiten-Hochleger soll mit einer Breite von 3,5 Metern als Traktorweg ausgeführt werden.
Beide Wegteilstücke inmitten des Alpenpark Karwendels lassen sich aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft mit den Zielen dieses Schutzgebietes nicht vereinbaren....  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 07.07.2011

Wegbau Taschenboden, Eben am Achensee

Das fast idente Wegprojekt wurde schon einmal von einer anderen Antragstellerin eingereicht und von der Naturschutzbehörde in zweiter Instanz 2008 abgelehnt. Aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft liegt entschiedene Sache vor und sollten die prognostizierten massiven Beeinträchtigungen der Natur in diesem Bereich des Alpenparkes Karwendel auch 2011 vermieden werden....  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 02. Dezember 2011 bestätigte die Berufungsbehörde die Rechtsansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft, behob den erstinstanzlichen Bescheid ersatzlos und wies den ursprünglichen Antrag auf Erteilung der naturschutzrechtlichen Bewilligung wegen entschiedener Sache zurück.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 27.06.2011

Errichtung des Hochbehälters "Schwarzes Moos", Trins

Die Errichtung eines Hochbehälters (ohne Bewilligung!) verursachte gemäß naturkundlichem Gutachten einen massiven Schaden im Bereich der Vegetation, des Bodenaufbaues und des Wasserregimes des betroffenen Feuchtgebietes. Die nachträgliche Bewilligung wird die festgestellten erheblichen Beeinträchtigungen nicht reduzieren und wird seitens der Tiroler Umweltanwaltschaft die Wiederherstellung des bestmöglichen Zustandes gefordert ...  

 

Stand des Verfahrens: Obwohl erneut erhebliche und schwere Beeinträchtigungen der Schutzgüter des TNSchG 2005 im Berufungsverfahren festgestellt wurden, obwohl Varianten möglich wären bzw. eine Wasserversorgung durch das öffentliche Netz gegeben wäre, wurde die Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft mit Erkenntnis vom 22. November 2011 als unbegründet abgewiesen und die nachträgliche Bewilligung für das bereits durchgeführte Vorhaben erteilt...

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 23.05.2011

Errichtung von 3 Wohnhäusern, Hochfilzen

Das geplante Vorhaben kommt in einem Sonderstandort, einem ausgeprägten Feuchtgebiet, zu liegen. Im Zuge des Ermittlungsverfahren wurden schwerwiegende und nachhaltige Beeinträchtigungen bei Verwirklichung des Projektes prognostiziert. ...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis vom 19.12.2011 wurde der Berufung Folge gegeben und die erforderliche naturschutzrechtliche Bewilligung versagt. 

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 19.04.2011

Errichtung einer öffentlichen Tankstelle, Reutte

Die geplante Tankstelle kommt im unmittelbaren Nahefeld des Kreckelmooses zu liegen und ist im Falle der Realisierung mit erheblichen Beeinträchtigungen der Naturschutzgüter zu rechnen. Demgegenüber sind die öffentlichen Interessen an der Tankstelle für die Umweltanwaltschaft nicht nachvollziehbar ...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis vom 7.11.2011 wurde die Berufung als unbegründet abgewiesen. 

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 01.04.2011

Windpark Sandjoch und Sattelberg

Zum geplanten Windpark in unmittelbarer Nähe zum Brennerpass hat die Tiroler Umweltanwaltschaft folgende Stellungnahme abgegeben: 

 

Stand des Verfahrens: Laufendes, grenzüberschreitendes UVP-Verfahren

 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 09.03.2011

Karabfahrt Projekt 2010, Fügen

Im Feststellungsverfahren zur Beurteilung der UVP-Pflicht des beantragten Vorhabens spricht sich die Tiroler Umweltanwaltschaft eindeutig und nachvollziehbar für ein UVP-Verfahren für die geplanten Schipiste aus... 

 

Stand des Verfahrens: Mit Bescheid vom 14. April 2011 erfolgte die Feststellung der zuständigen Behörde Abteilung Umweltschutz, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht durchzuführen ist. Mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Schwaz vom 13. Juli 2011 wurde die naturschutzrechtliche Bewilligung erteilt. Da die Antragstellerin Projektsänderungen und -modifizierungen im Sinne des Naturschutzes vornahm, erteilte die Tiroler Umweltanwaltschaft schlussendlich ihre Zustimmung zum geplanten Vorhaben.  

 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 28.02.2011

Errichtung des Eggenalmweges, Untertilliach

Die durchgeführte Interessensabwägung der Behörde ist nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft unzureichend und nicht nachvollziehbar. Den geplanten LKW-befahrbaren Weg, der sensible naturkundliche Bereiche durchschneiden soll,  als "ökologischen Erschließungsweg" zu argumentieren, erscheint mehr als diskussionswürdig zu sein...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 15. Juni 2011 wurde die Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft als unbegründet abgewiesen.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 07.02.2011

Radwegverbindung Landl, Thiersee

Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich nicht prinzipiell gegen die Errichtung neuer Radwegverbindungen aus. Im konkreten Fall soll aber ein schützenswerter Auwaldbereich durchquert werden, wobei die Alternativenprüfung unserer Meinung nach nicht gesetzeskonform durchgeführt wurde...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 07.02.2011

Geländekorrekturen zur Kultivierung im Almbereich, Matrei i. O.

Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich eindeutig gegen die nachträgliche Bewilligung bereits durchgeführter Kultivierungsmaßnahmen aus und fordert die Herstellung des bestmöglichen Zustandes aus naturkundlicher Sicht...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 28.01.2011

Hubschrauber-Hochgebirgslehrgang im Nationalpark Hohe Tauern, Osttirol

Ende Februar bis 11. März 2011 soll wie schon in den vergangenen Jahren (vgl. Eintrag ganz unten!) ein Hochgebirgslehrgang für Hubschrauberpiloten des Österreichischen Bundesheeres im Nationalpark Hohe Tauern statt finden. Die Tiroler Umweltanwaltschaft ist nach wie vor überzeugt, dass diese Übungen auch außerhalb des Europaschutzgebietes stattfinden könnten, zumal erhebliche Beeinträchtigungen der Tierwelt durch massive Störeffekte zu erwarten sind...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 25.02.2011 wurde die Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft als unbegründet abgewiesen. Somit dürfen 12 Hubschrauber des Bundesheeres maximal 3000 Außenlandungen im Zeitraum zwischen dem 28.02.2011 und dem 11.03.2011 im Nationalpark Hohe Tauern vornehmen.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 26.01.2011

Pistenerweiterung Eggalm-Beil-Nordabfahrt, Tux

Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich eindeutig gegen diese Schigebietserweiterung aus, welche einerseits weit über die festgelegten Schigebietsgrenzen hinausgeht und andererseits mit erheblichen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, des Lebensraumes heimischer Tier- und Pflanzenarten sowie des Naturhaushaltes einhergeht...  

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 08.11.2010

Schitechnische Erschließung Piz Val Gronda   

Die mögliche Erschließung des Piz Val Gronda im Gemeindegebiet von Ischgl beschäftigt Behörden, Politiker und Interessensvertreter seit über zehn Jahren. Im Auftrag des Landesumweltanwaltes untersuchte ein hochkarätiges Expertenteam die Bedeutung dieses Tiroler Naturraums. Die im Juli 2009 fertig gestellte naturwissenschaftliche Studie unterstreicht die Einzigartigkeit des Gebiets.
Das nun vorliegende amtliche Gutachten über die botanische Bedeutung des Piz Val Gronda bestätigt die Ergebnisse des Expertenteams.
In ihrer abschließenden Stellungnahme spricht sich die Tiroler Umweltanwaltschaft eindeutig gegen die Bewilligung des geplanten Vorhabens aus.

 

Stand des Verfahrens: Das Ermittlungsverfahren wird fortgeführt - Vor Ablauf der gesetzten Frist (Ende November 2011) wurde nicht das in Aussicht gestellte botanische Gegengutachten, sondern eine gänzlich neue Projektvariante (neue Trasse für die geplante Schipiste) eingebracht...

 

weiterführende Information ...

Legererschließung im Bereich der Schönangeralm, Wildschönau

Der beantragte Almweg soll den orographisch linken Leger erschließen und die Errichtung eines Stalles erleichtern.

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft gibt es Varianten zu diesem Weg, der fast durchwegs sehr sensible Feuchtgebiete und Bachufer durchschneiden soll...  

 

Stand des Verfahrens: Die Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft wurde mit Erkenntnis vom 11.03.2011 als unbegründet abgewiesen.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 12.10.2010

Wellnesshotel am Obernberger See, Obernberg a. Br.

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft wird das beantragte Vorhaben die Schutzziele und Schutzinhalte des Landschaftsschutzgebietes Nösslachjoch-Obernberger See-Tribulaune beeinträchtigen. Damit widerspricht das geplante Projekt nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft dem erst kürzlich fertig gestellten Raumordnungsplan "Raumverträgliche Tourismusentwicklung"...

 

Stand des Verfahrens: Entscheidung der Behörde ist ausständig

 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 27.09.2010

Wasserkraftwerk am Stallerbach und am Kalksteinbach, Innervillgraten

Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich entschieden gegen die Realisierung des geplanten Kraftwerksprojektes aus. Vor allem das außergewöhnlich hohe Naturraumpotential des Villgratentales in Verbindung mit dem bestehenden nachhaltigen touristischen Angebot würde durch das beantragte Vorhaben erhebliche qualitative Beeinträchtigungen erfahren...  

 

Stand des Verfahrens: Mit Bescheid vom 14.02.2011 wurde die naturschutzrechtliche Bewilligung erteilt. 

 

Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 08.09.2010

Mountainbikerennen mit Begleitfahrzeugen, Alpenpark Karwendel, Thaur

Für ein alljährlich stattfindendes Mountainbikerennen wurde um die naturschutzrechtliche Bewilligung zur Verwendung von fünf Kraftfahrzeugen als Begleitfahrzeuge angesucht.

Die Tiroler Umweltanwaltschaft, der im Verfahren beigezogene naturkundliche Sachverständige und die Schutzgebietsbetreuung des Alpenpark Karwendels sind einhellig der Meinung, dass bei dieser Art der Schutzgebietsbenützung als reine "Sportkulisse" der eigentlichen Sensibilität dieses Naturerholungsraumes kein Platz mehr eingeräumt wird...  

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 15.09.2010 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen! 

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 07.09.2010

Errichtung einer Bodenaushubdeponie, Erpfendorf

Das Landschaftsschutzgebiet Hefferthorn-Fellhorn-Sonnenberg zeichnet sich durch eine weitgehend ursprüngliche Landschaft mit traditioneller Almbewirtschaftung auf kleinräumigen Weideflächen aus.

(vgl.: http://www.tiroler-schutzgebiete.at/index.php?sid=pages&pid=20)

Die Errichtung einer Bodenaushubdeponie im Schutzgebiet und überdies im Bereich ökologisch wertvoller Nasswiesen widerspricht nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft klar den Erhaltungszielen des Landschaftsschutzgebietes... 

 

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis des Unabhängigen Verwaltungssenates vom 24.01.2011 wurde der Berufung Folge gegeben und der Antrag auf Erteilung einer Deponiegenehmigung abgewiesen.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 27.08.2010

Errichtung einer Weganlage im Mauerertal, Virgen

Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich nicht generell gegen die Verbesserung der Bewirtschaftbarkeit von Almflächen aus. Für den konkreten Fall jedoch ist mit langfristigen und massiven landschaftlichen Beeinträchtigungen dieses besonderen Zuganges zum Nationalpark Hohe Tauern zu rechnen... 

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 17.09.2010 abgeschlossen, der Bewilligungsbescheid wurde aufgrund entschiedener Sache behoben!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 24.08.2010

Schigebietszusammenschluss Kappl-St.Anton  -

erste Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitserklärung

Die Tiroler Umweltanwaltschaft geht bei ihrer ersten Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitserklärung zum geplanten Schigebietszusammenschluss Kappl-St. Anton davon aus, dass das beantragte Vorhaben äußerst kritisch zu sehen ist, da der Vorhabensbereich in einem völlig unberührten Talschluss (Malfontal) zu liegen kommt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann daher eine allfällige Umweltverträglichkeit nicht erkannt werden...

 

 vorläufige Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 16.08.2010          Fotos Malfontal

 

Hubschrauber-Pilotenausbildung im Nationalpark Hohe Tauern

Während andere Länder ehemalige Truppenübungsplätze zu Schutzgebiete erklären, dient in Tirol der Nationalpark Hohe Tauern alljährlich als Übungsgelände für Hubschrauber-Landekurse.
Die Frage, warum diese Übungen nicht außerhalb eines international anerkannten Nationalparkes durchgeführt werden können, wurde aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft auch für das beantragte Vorhaben im Herbst 2010 nicht beantwortet ... 

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 27.08.2010 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 16.08.2010

Neubau eines Wasserkraftwerkes am Kasbach, Jenbach

Die Tiroler Umweltanwaltschaft ist sich der speziellen Belastungssituation am Kasbach durchaus bewusst und steht einem Kraftwerksneubau vorab nicht negativ gegenüber.
Die bereits angespannte gewässerökologische Situation am Kasbach darf jedoch nicht dazu führen, dass gewässerökologische Aspekte, insbesondere die Festlegung eines adäquaten Restwasserdargebotes, nicht entsprechend berücksichtigt werden...  

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 06.08.2010 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen! 

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 07.07.2010

Almwegerrichtung Fomasaialpe, Obertilliach

Der geplante Erschließungsweg soll ein großflächiges Hangmoor innerhalb einer fast unberührten Landschaftskammer anschneiden und damit beeinträchtigen. Die Tiroler Umweltanwaltschaft erkennt die Notwendigkeit einer zeitgerechten Erschließung derartiger Almen, gleichzeitig vermisst sie jedoch ein professionelles Konzept zur bestmöglichen Hintanhaltung von Beeinträchtigungen der bestehenden Naturwerte (= landschaftspflegerischer Begleitplan)...

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 02.11.2011 wurde der Berufung inhaltlich gefolgt und eine verkürzte Wegvariante genehmigt.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 31.05.2010

Forststrassenbau im zentralen Bereich des Stangensteiges

Der Innsbrucker Stangensteig verläuft vom Kerschbuchhof im Westen bis zum Höttinger Bild bzw. Gramart im Osten. Dieser uralte Steig dient seit Generationen der Erholung in beeindruckender Landschaft im Nahbereich der Stadt Innsbruck.
Die Tiroler Umweltanwaltschaft spricht sich klar gegen jede weitere technische Überformung dieses Wege-Kleinodes aus...

 

Stand des Verfahrens: Mit Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes vom 24.02.2011 wurde der Antrag der Tiroler Umweltanwaltschaft auf Wiedereinsetzung zurückgewiesen
(VwGH 2010/10/0232-9).
Damit kommt dem ursprünglichen Bescheid des Stadtmagistrates Rechtskraft zu.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 14.04.2010

Pumpspeicherkraftwerk Kühtai - erste Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitserklärung

Die Tiroler Umweltanwaltschaft geht bei ihrer ersten Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitserklärung zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk Kühtai davon aus, dass allfällig kummulierende Beeinträchtigungen durch den Bestand und das neu geplante Vorhaben bezüglich Naturhaushalt, Lebensraum heimischer Tier- und Pflanzenarten, Landschaftsbild und Erholungswert, etc. einer sehr genauen Prüfung zu unterziehen sein werden...

 

 Stellungnahme der Umweltanwaltschaft 01.04.2010

 

Almmulchung mittels Forstfräse

Die Tiroler Umweltanwaltschaft bekennt sich zu einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Almwirtschaft.
Die völlige Zerstörung des Bodenaufbaues samt gänzlicher Vernichtung der vorhandenen Vegetationsdecke durch "Almpflege" mittels Forstfräse ist für die Umweltanwaltschaft mit Begriffen wie umweltgerecht, extensiv und nachhaltig nicht mehr vereinbar...

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 16.02.2010

Kleinkraftwerk am Messelingbach

Der Messelingbach ist ein orographisch linker Zubringer des Tauernbaches und mündet kurz oberhalb des Matreier Tauernhauses in seinen Vorfluter.
Die Berufung richtet sich vor allem gegen den "Winterbetrieb" der Kleinwasserkraftanlage ...

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 09.02.2011 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 16.11.2009

Güterwegerrichtung im Bereich des "Köfler-Bergsturzes"

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft rechtfertigt das geringe öffentliche Interesse nicht den geplanten Eingriff in die zum Teil schönsten Standorte des gesamten Bergsturzareales mit sehr hoher ökologischer Bedeutung ...

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 19. August 2011 wies die Oberbehörde die Berufung der Tiroler Umweltanwaltschaft als unbegründet ab und erteilte die Bewilligung unter Vorschreibung einer ökologischen Bauaufsicht.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 24.11.2009

Asphaltierung eines Radweges im Schutzgebiet "Tiroler Lech"

Speziell im Bereich schützenswerter Lebensräume (Feuchtgebiete, Auwälder, Gewässer und ihre Uferbereiche, etc.) bzw. in ihrer unmittelbaren Nähe können asphaltierte Bänder "Wanderbarrieren" und "tödliche Hitzefallen" für zahlreiche Kleintierarten darstellen und somit die Lebensraumqualität nachhaltig beeinträchtigen.

Die Tiroler Umweltanwaltschaft vertritt die Meinung, dass in Schutzgebieten und im Bereich sehr sensibler Lebensräume Radwege mit einwandfreien Kalk-Bruchsanddecken bzw. vergleichbaren Belägen auszustatten sind, um allfällige ökologische Beeinträchtigungen bestmöglich zu reduzieren bzw. zu verhindern ...

 

Stand des Verfahrens: Mit Berufungserkenntnis vom 24.02.2011 wurde der Berufung Folge gegeben und wurde eine Asphaltierung der beiden naturkundlich sensiblen Teilbereiche des Radweges untersagt.

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 16.11.2009

Forststrasse Schafalm, Gemeinde Navis

Nach Ansicht der Tiroler Umweltanwaltschaft soll eine zukünftige Erschließung des Schafalmhochlegers nicht auf Kosten des bisher unberührten Landschaftsbildes realisiert werden ...

 

Stand des Verfahrens: Berufungserkenntnis ausständig

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 27.10.2009

"Sommerschneewelt" auf der Möseralm

Ganzheitlicher und nachhaltiger Naturschutz berücksichtigt, schont und spart Ressourcen und Energie.
Eine Eiserzeugung während der Sommermonate zur touristischen Attraktivitätssteigerung der Möseralm findet daher nicht die Zustimmung der Tiroler Umweltanwaltschaft ...

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 20.07.2010 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 13.10.2009

Erschließungsweg Laskitzenalm, Hopfgarten in Defereggen

Im konkreten Fall wendet sich die Berufung nicht gegen die standortsangepasste Almbewirtschaftung und zugleich Pflege der alpinen Lebensräume. Der Grund der Berufung liegt vielmehr in der aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft in diesem Fall nicht gegebenen Verhältnismäßigkeit der negativen und positiven Auswirkungen des Wegprojektes.

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 23.05.2010 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 11.08.2009

Kleinwasserkraftanlage am Grünalmbach, Hopfgarten i. D.

Der Grünalmbach stellt aufgrund seiner ökomorphologischen Besonderheit eine Rarität im gesamten Ostalpenraum dar. Eine Kraftwerksanlage an diesem einzigartigen Gewässer mit heiztechnischen Notwendigkeiten im Bereich gemeindeeigener Gebäude zu argumentieren, kann seitens der Tiroler Umweltanwaltschaft in keinster Weise nachvollzogen werden.

 

Stand des Verfahrens: Der Berufung wurde Folge gegeben und die naturschutzrechtliche Bewilligung versagt!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 01.07.2009

Schotterentnahme aus dem Rotlech

Die Tiroler Umweltanwaltschaft sieht direkte Schotterentnahmen aus einem Fließgewässer aufgrund der ökologischen Beeinträchtigungen sehr kritisch. Im speziellen Fall konnten seitens der Tiroler Umweltanwaltschaft zusätzlich keine öffentlichen Interessen erkannt werden.

Die Oberbehörde genehmigte schlußendlich die naturkundlich sehr kritische Schotterentnahme, ohne auf die Sachargumente der Tiroler Umweltanwaltschaft näher einzugehen ...

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 30.10.2009 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung der Umweltanwaltschaft 16.04.2009

 

Hubschrauber-Pilotenausbildung im Nationalpark Hohe Tauern

Während andere Länder ehemalige Truppenübungsplätze zu Schutzgebiete erklären, dient in Tirol der Nationalpark Hohe Tauern alljährlich als Übungsgelände für Hubschrauber-Landekurse.
Die Frage, warum diese Übungen nicht außerhalb eines international anerkannten Nationalparkes durchgeführt werden können, wurde aus Sicht der Tiroler Umweltanwaltschaft nicht abschließend beantwortet ... 

 

Stand des Verfahrens: mit Berufungserkenntnis vom 09.03.2009 abgeschlossen, die Berufung wurde als unbegründet abgewiesen!

 

Berufung 04.03.2009  und  Pressemitteilung 05.03.2009  der Umweltanwaltschaft