Lebbare Städte im 21. Jahrhundert - Vortrag von Jan Gehl

Vortrag im aut aut.cc am 30.11.2017 um 19:00 im Rahmen der Kooperation zwischen aut.cc und Tiroler Umweltanwaltschaft

Der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl verfolgt seit nunmehr über 50 Jahren die Entwicklungen im Städtebau und damit, wie sich um 1960 die Paradigmen radikal veränderten. Wurden bis dahin Städte in erster Linie auf Basis jahrhundertealter Erfahrung geplant, so wurde Stadtplanung zunehmend professionellen Planern und deren Theorien und Ideologien übertragen. Die Moderne mit ihrer Vision der Stadt als Maschine gewann an Einfluss und mit der Eroberung der Städte durch das Automobil wurde der  Verkehrsplanung ein immer höherer Stellenwert eingeräumt. Die traditionelle Bedeutung der Stadt als Raum der Begegnung und als gesellschaftliches Forum für ihre Bürger wurde eingeschränkt, bedroht oder gar„ abgeschafft“.

Basierend auf seinem Buch „Städte für Menschen“ skizziert Jan Gehl diese Entwicklung und zeigt auf, wie nach jahrelanger Vernachlässigung die Bedürfnisse des Menschen wieder stärker in den Fokus rücken – von der Berücksichtigung von Flächen und Verkehrswegen für Fußgänger und Radfahrer bis zur Förderung der sozialen Funktion des öffentlichen Raums. Anhand von weltweit realisierten Projekten stellt er visionäre Strategien vor, die eine nachdrücklich menschenorientierte Stadtentwicklung verfolgen.

Jan Gehl

geb. 1936; u. a. Professor und Forscher an der Royal Danish Academy of Fine Arts, School of Architecture sowie internationale Lehrtätigkeit an Universitäten in Edinburgh, Vilnius, Oslo, Toronto, Calgary, Melbourne, Perth, Berkeley, San José, Guadalajara und Kapstadt; als Mitbegründer von Gehl Architects tätig bei Städtebauprojekten in Kopenhagen, London, Melbourne, Sydeny, New York und Moskau; Ehrenmitglied der RIBA, AIA, RAIC und PIA; u. a. „Sir Patrick Abercrombie Prize“ der UIA;

Zahlreiche Publikationen, darunter „Life Between Buildings“, „Cities for People“, „New City Spaces“, „Public Spaces – Public Life“, „New City Life“ und zuletzt „How to Study Public Life“

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