7. Tiroler Umweltfrühstück - 16. April 2015 - Vom (manchmal) Schlechten des Guten"

Referent: Dr. Andreas Braun;


Dr. Andreas Braun ist gelernter Verwaltungs- und Verfassungsjurist und ehemaliger Leiter der Tirol Werbung. 1995 wechselte er als Kommunikationsmanager zur Swarovski-Gruppe. Dort gelang es ihm mit den „Swarovski Kristallwelten“ eine neue Unternehmensidentität für einen traditionellen Tiroler Industriebetrieb zu kreieren. Bis Ende 2011 war er Geschäftsführer der d. swarovski tourism services gmbH. Seit Anfang 2012 ist
er Geschäftsführer der Destination Wattens Regionalentwicklung Gmbh. Andreas Braun hält Vorträge und schreibt Essays zu Kultur, Wirtschaft und Tourismus.

„Kalkkögel, Wasserkraft, deutsche Tamariske: verwirrendes Getöse rund um den schillernden Begriff Naturschutz. Da laden Schuldverweisungsstrategen ihr Vokabular neu auf. Da stammeln Menschen ihre Gefühle von der reinen Natur mit den gierigen Zuhältern und vom bürokratischen Wahnsinn mit den negativen Folgen für unseren Wohlstand. Da versteigen sich Politiker in glatten Lösungen und versäumen die Chance, das „Herz der Alpen“ als Vorreiter ökologischen Eigensinnes im Zusammenspiel von Mensch und Natur zu positionieren.“ (Andreas Braun)

Naturschutz bewegt und polarisiert. AkteurInnen im Naturschutz stehen vor vielfältigsten Herausforderungen und Umbrüchen, bedingt durch grenzenlos anmutende Begehrlichkeiten an den Naturraum aber auch angesichts der Auswirkungen durch den Klimawandel und die damit einhergehenden
Änderungen der Biodiversität. Was heute noch gut ist für die Natur und deren Schutz, kann (überspitzt formuliert) übermorgen längst überholt sein.

Andreas Braun zeigt unter anderem Parallelen auf, inwiefern das aus wirtschaftlicher/touristischer Sicht verstandene „Naturbeherrschen“ genauso gefährdend sein kann für unsere einmalige atur-/Kulturlandschaft wie so manch überschießendes amtliches Naturschutzhandeln. Und welche Prioritäten er bei der Bewahrung von Natur- bzw. Kulturlandschaft setzen würde.

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