6. Tiroler Umweltfrühstück - 30. April 2014, Wie viel Boden braucht der Mensch (noch)?

Referent: O. Univ.-Prof. Mag. Arch. Roland Gnaiger

Roland Gnaiger setzt sich seit Jahren kritisch mit dem Thema Bodenverbrauch auseinander und wird im Rahmen des heurigen Umweltfrühstücks über Bodenverbrauch und seine Folgen referieren.

"Im Gegensatz zu allen Bekenntnissen erlebt der verantwortungslose und verschwenderische Umgang mit Grund und Boden eine Hochkonjunktur. Qualitäten generiert er keine: Die Niveaulosigkeit unserer Siedlungen, Dörfer und Städte hat einen historischen Tiefpunkt erreicht. Doch es gibt Alternativen. Was zu tun wäre wissen wir längst." (Roland Gnaiger)

„Tirol - Land im Gebirg“ bedeutet nicht nur Idylle und einmalige Landschaft, sondern auch eben wegen der speziellen Topografie Knappheit an Grund und Boden. Die diversen Ansprüche und Begehrlichkeiten an die wertvollen Ressourcen sind enorm.

Mangelnde Planung, Zersiedelung, Bodenversiegelung, Zerstörung von wertvollen Landschaftsstrukturen, Baulandhortung, „Gewerbegebietsinflation“, brachliegende jedoch bereits für die Bebauung reif gemachte und versiegelte Flächen etc. all das sind Indikatoren für eine verfehlte und überbordende Bodenverschwendung.

Verein Bodenfreiheit: www.bodenfreiheit.at

O. Univ.-Prof. Mag. Arch. Roland Gnaiger, Architekturstudien an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie an der Technischen Universität von Eindhoven/Holland. Seit 1996 leitet er das Institut für Raum und Design sowie die Studienrichtung Architektur an der Universität für künstlerische und universelle Gestaltung in Linz. 

Sein Interesse an der Verbindung von ökologischen, gesellschaftspolitischen und künstlerischen Fragen mündete unter anderem in der Gründung eines Kompetenzzentrums für Holzbau (Masterlehrgang über Holz), Solararchitektur und Bauen in Entwicklungsländern (Werkstudio BASEhabitat) an der Kunstuniversität Linz. Aus diversen Projekten entsprangen zahlreiche der weltweit anerkanntesten Architektur- und Umweltpreise.

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