Landesverwaltungsgericht entschied gegen Mountainbike-Route im Zillertal

Ebenso erfreulich ist die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes Tirol zu einer Beschwerde des Landesumweltanwaltes im Fall einer vom Tourismusverband im Zillertal geplanten Mountainbike-Route. Diese hätte durch einen sehr attraktiven hochalpinen Raum zwischen der Rastkoglhütte, dem Sidanjoch und Hochfügen errichtet werden sollen. Derzeit ist dieses Gebiet nur durch einen Fußsteig erschlossen. Der geplante Radweg wäre im unteren Bereich als  3m bis 4m breiter Fahrweg zur Gülledüngung ausgeführt worden. Die Umweltanwaltschaft sah das Projekt problematisch, sowohl hinsichtlich des Erholungswertes und des Landschaftsbildes, als auch der betroffenen Lebensräume (vor allem mehrerer Feuchtgebiete), die durch die Wegtrasse stark beeinträchtigt worden wären. 

Argumentiert wurde die Errichtung des breiten Gülleweges mit der Notwendigkeit einer besseren Erschließung der Almen für die Bauern. Die Nutzung der Route durch MountainbikerInnen wäre demnach ein positiver Nebeneffekt gewesen. Die Vermischung dieser Argumentation mit dem offensichtlich dahinterstehenden Interesse an einem neuen Mountainbike-Weg für die touristische Nutzung war Hauptgrund für das Landesverwaltungsgericht das Projekt abzulehnen und die naturschutzrechtliche Bewilligung zu versagen.