Beschwerde gegen das geplante Chalet-Hotel in Biberwier eingereicht

Die Tiroler Umweltanwaltschaft hat gegen die Errichtung eines Chalet-Hotels in Biberwier eine Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erhoben. Grundsätzlich spricht sich der Landesumweltanwalt nicht gegen das gesamte Hotel-Projekt, sondern nur gegen einen Teilaspekt aus. Die Planung sieht nämlich vor, einen naturkundlich sehr wertvollen Quell-und Moorbereich mit einer Tiefgarage und einem Chalet zu überbauen.

Das Hotelprojekt wird bereits durch einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Hotelplaner und einem Anrainer begleitet, dessen Grund direkt an die geplante Hotelanlage grenzt. Bisher konnte der Anrainer erfolgreich gegen den Bau des Hotels vorgehen. Das ursprünglich als Großhotel mit über 600 Betten geplante Projekt wurde auch seitens der Raumordnung kritisch gesehen. Daraufhin wurde  die Gesamtplanung für das Hotel neu überarbeitet und auch verkleinert. Gleichzeitig ist nunmehr mit dem problematischen Garagen- und Chalet-Anlageteil ein Quellmoor mit seltenen Arten betroffen. Auch ein Lösungsvorschlag der Tiroler Umweltanwaltschaft, den besagten Garagenteil mit Chalet von dem Quell- und Moorbereich weg auf ein weniger problematisches Gelände zu verlagern, wurde vom Hotelbetreiber bisher abgelehnt. Als Folge sah sich die Umweltanwaltschaft daher gezwungen, eine Beschwerde zum Schutz der Natur an das Landesverwaltungsgericht zu richten.