Illegaler Gesteinsabbau in Tirol soll bald ein Ende haben

Seit Jahren wurde und wird in Tirol immer wieder, auch in Schutzgebieten, eine Art „illegaler Gesteinsabbau“ in Form von massiven Entsteinungen von z.B. Almflächen betrieben. Seit langem macht die Tiroler Umweltanwaltschaft auf diesen unbefriedigenden Zustand aufmerksam. Der Abbau von Steinen, die zB. für den Straßenbau oder zur Absicherung von Gewässern als Wasserbausteine gebraucht werden, sollte nur in ausgewiesenen Steinbrüchen und unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben passieren. Denn der illegale Abbau von Steinen ist nicht nur umweltschädigend, er beeinträchtigt auch das Landschaftsbild und stört die Fauna. Akteure des illegalen Abbaus waren bisher einzelne Grundeigentümer, die anstehende Felsbrocken leicht und rasch aufarbeiten konnten. Unter anderem im hinteren Zillertal, vorzugsweise im Ruhegebiet, wurden so meist landschaftsprägende Findlinge illegal abgebaut, sowie Almflächen illegal entsteint und zu günstigeren Preisen als die in legalen Gewinnstätten gewonnenen Steine verkauft. Paradoxerweise wurden diese Steine unter anderem von Subfirmen erworben, welche letztendlich im Auftrag der öffentlichen Hand mit den Bauarbeiten befasst sind. Nun haben die jeweiligen Behörden, wie das zuständige Ministerium, aber auch die Tiroler Landesregierung, zugesichert, den Gesteinsabbau in Tirol besser zu kontrollieren und die Wasserbausteine nur von jenen Firmen zu beziehen, die offiziell dafür ausgewiesen sind und die Auflagen einhalten.