INFF 2016: Rückblick auf ein gelungenes Festival

Vom 18. - 21. Oktober fand im Leokino schon zum 15. Mal das Innsbruck Nature Film Festival statt. Umweltanwalt und Festival-Initiator Johannes Kostenzer kann auch heuer auf ein internationales, hochkarätig besetztes und erfolgreiches Festival zurückblicken. Im Unterschied zu den letzten Jahren gab es heuer allerdings ein noch bunteres Rahmenprogramm aus Workshops, Ausstellungen und kulinarischen Events, die spannende Ansätze von Innsbrucker Initiativen zu alternativen, umweltbewussten Lebensweisen zeigten. Außerdem besuchte dieses Jahr ein auffällig junges Publikum das Festival. Ebenso fiel die heuer besonders hohe Qualität der in der Kategorie "young talents" eingereichten Filme auf, aus denen es zehn Produktionen aus acht verschiedenen Ländern in die Shortlist schafften.

Diese Entwicklung zeigt, dass sich immer mehr junge Leute weltweit mit Umweltthemen auseinandersetzen- und das verstärkt mit der Filmkamera. Tatsächlich gibt es auch in Tirol eine wachsende Szene von jungen Filmschaffenden, für die das INFF eine einzigartige Chance zum Austausch mit internationalen Filmeschaffenden darstellt. Zusätzlich bietet das Festival seit vielen Jahren bereits Workshops und Masterclasses an, in denen sich junge Filmtalente weiterbilden oder professionalisieren können.

Passend zur Sichtbarwerdung einer aufstrebenden jungen Filmszene präsentierte sich auch der heurige Gewinnerfilm im Genre Umweltfilm: „Jumbo Wild" ist eine Produktion des jungen amerikanischen Regisseurs Jack Waggoner, der eigentlich aus der Snowboard- und Freeski-Szene stammt. Erst durch seine Sportproduktionen begann Waggoner sich mit der Umweltproblematik auseinanderzusetzen, die von dem seit über 20 Jahren geplanten Ausbau in einer großen hochalpinen zum Teil massiv vergletscherten Wildnisregion in den Rocky Mountains handelt. In seinem Film gelingt es dem Amerikaner, das komplexe Spannungsfeld der vielen unterschiedlichen Interessen von Befürwortern und Gegnern des Projekts spannend und mit tollen Bildern zu dokumentieren. Der Film ist auch ein Signal an Europa und den Umgang mit den Alpen und Gletschern, deren Erhalt immer wieder von Großprojekten und Skigebiet-Ausbauten bedroht ist.

Insgesamt konnte man heuer während der 4 Tage des Festivals über 50 Filme und gut 25 Rahmenprogramm-Aktivitäten besuchen. Infos zu Programm, Siegerfilmen und Rahmenprogramm finden Sie unter www.inff.eu

Wir freuen uns jetzt schon auf das INFF 2017 !