Das Wegenetz in Tirol wird dichter: 120 neue Wege werden jährlich im Durchschnitt in Tirol errichtet

Das Wegenetz in Tirol wird dichter: 120 neue Wege werden jährlich im Durchschnitt in Tirol errichtet

...und das, obwohl unser Bundesland bereits das Gebiet mit dem dichtesten Wegenetz auf der ganzen Welt ist! Ob ein weiterer Ausbau des Wegenetzes vor allem durch Agrargenossenschaften oder Privatpersonen wie er seit einigen Jahren in Tirol betrieben wird und auch bestimmte Naturzonen nicht ausnimmt, also tatsächlich notwendig ist, sollte vor diesem Hintergrund hinterfragt und neu überdacht werden. Denn der Wegebau hat nicht nur massive Auswirkungen auf den Lebensraum heimischer Tier- und Pflanzenarten; er zerstört auch wichtige Teile des Kulturguts Landschaft und damit Erlebnis- und Ruheräume, die für zukünftige Generationen verloren gehen könnten. Die Tiroler Umweltanwaltschaft hat nun in diesem Sinne gegen ein paar Wegvorhaben (zB. der Lappachalmweg bei St. Jackob in Defereggen in Osttirol; oder ein Forstweg im Oberinntall bei Doberdill) eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht eingereicht.